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Berichte über Elektroauto von Apple

Nach Informationen des "Wall Street Journal" entwerfen mehrere hundert Apple-Mitarbeiter ein Auto mit Elektroantrieb - und das schon seit Monaten.

Apple

(Bild: dpa, Peter Kneffel)

Das "Wall Street Journal" schrieb am späten Freitagabend, mehrere hundert Apple-Mitarbeiter arbeiteten in einem geheimen Labor in Kalifornien an einem Elektroauto. Apple-Chef Tim Cook habe das Projekt mit dem Codenamen "Titan" bereits vor knapp einem Jahr gebilligt, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Es werde von Apple-Veteran Steve Zadesky geleitet, der schon am iPod und iPhone mitgearbeitet habe und einst bei Ford gewesen sei.

Zunächst werde an einem Design gearbeitet, das einem Minivan ähnlich sehe, berichtete das "Wall Street Journal". Es könne sein, dass Apple sich am Ende aber auch gegen eine Fortführung des Projekts entschließe, hieß es einschränkend. Zudem ist Apple bekannt dafür, viele Prototypen zu testen, die nicht zu fertigen Produkten werden. So gibt es zum Beispiel immer noch keinen Apple-Fernseher, über den schon vor Jahren spekuliert wurde.

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Stunden zuvor hatte am Freitag die "Financial Times" berichtet, Apple heuere Autoingenieure an, und ein geheimes Team aus Dutzenden Mitarbeitern arbeite an "automobilen Produkten". Die Spekulationen über ein mögliches Apple-Auto begannen, als bekannt wurde, dass ein in Kalifornien gesichteter schwarzer Van mit ungewöhnlichen Kamera-Aufbauten von Apple geleast wurde.

Nach und nach verdichteten sich Hinweise auf ein eigenes Autoprojekt. Apple-Manager seien nach Österreich geflogen, um sich mit Auftragsfertigern zu treffen, unter anderem mit Magna Steyr, schrieb das "Wall Street Journal". Der Konzern hoffe, das Geschäft mit Elektroautos ähnlich prägen zu können wie einst den Smartphone-Markt mit dem iPhone, wurde eine der Quellen zitiert.

Die Entwicklung eines Autos dauert mehrere Jahre und verschlingt viel Geld. Derzeit erforsche das Team unter anderem verschiedene Materialien für die Autoproduktion. Apple kann sich teure Experimente leisten: Der Konzern sitzt auf einem Geldberg von 178 Milliarden Dollar und fährt vor allem dank des iPhone-Erfolgs einen Milliardengewinn nach dem anderen ein. Apple entwickelt die Software CarPlay für eine bessere Integration des iPhones in die Unterhaltungsanlagen von Autos.

Nach Darstellung der "Financial Times" wiesen einige Neueinstellungen aber darauf hin, dass die Ambitionen darüber hinausgehen könnten. Zu den von Apple angeheuerten Mitarbeitern gehörten auch Autodesigner und Spezialisten für Fahrzeugdynamik, hieß es in dem Bericht. Bekannt ist, dass der Chef des kalifornischen Entwicklungszentrums von Mercedes, Johann Jungwirth, bereits im vergangenen September zu Apple wechselte. Seit Januar arbeitet bei Apple auch der Manager Robert Gough, der zuvor beim Autozulieferer Autoliv war. Der Chef des benachbarten Elektroauto-Herstellers Tesla aus Palo Alto, Elon Musk, hatte vor kurzem in einem Interview gesagt, Apple werbe bei ihm Mitarbeiter ab. Apples Suche nach Batteriespezialisten wurde bisher eher als Zeichen für die Forschung nach besseren Akkus für Apple-Geräte interpretiert.

Ein mögliches iCar wäre nicht das erste Auto aus dem Silicon Valley. Der Internet-Riese Google arbeitet schon lange an der Technologie für selbstfahrende Autos und stellte im vergangenen Jahr ein erstes Fahrzeug aus eigener Entwicklung vor. Es ist ein Zweisitzer mit Elektroantrieb, der komplett vom Computer gesteuert werden und ganz ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll. Google erklärte, man wolle damit den Verkehr in den Städten revolutionieren. Apple hingegen plane momentan kein selbstfahrendes Auto, schrieb das "Wall Street Journal". (dpa) / (un)

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