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Berliner Mauer mittels Augmented-Reality-App erleben

Mit der App "MauAR" können Besucher in Berlin erleben, wie es war, als die Mauer noch stand. Die Anwendung ist zunächst nur für iOS-Geräte verfügbar.

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"MauAR" lässt mit Hilfe von Augmented Reality die Berliner Mauer an ihrem historisch korrekten Ort wieder sichtbar werden.

(Bild: dpa, Brooks Kraft/Apple)

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Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls können Besitzer eines Smartphones oder Tablet-Computers die Berliner Mauer virtuell an ihrem historisch korrekten Ort erkunden. Mit Hilfe von Augmented Reality werden in der App "MauAR" rund 160 Kilometer des Mauerverlaufs dargestellt. "Vor 30 Jahren ist die Mauer gefallen. Das bedeutet, es gibt inzwischen eine ganze Generation, die die Mauer nicht mehr gesehen hat", sagte der Berliner Entwickler Peter Kolski bei der Vorstellung des Programms. Mit der App könne man die Mauer wieder erlebbar machen.

Die Anwendung, die zunächst für das iPad und das iPhone von Apple verfügbar ist, lässt sich in Berlin direkt am ehemaligen Mauerverlauf einsetzen. In diesem Fall zeigt eine integrierte Karte, wo die Mauer genau stand und wie es vor dem Fall der Mauer aussah. Ein 3D-Modell der Maueranlage kann aber auch an jedem Ort außerhalb Berlins auf dem Bildschirm geholt und virtuell begangen werden. Hier visualisiert die App, wie sich die Mauer von einem mit Stacheldraht versehenen einfachen Steinwall zu einem lebensgefährlichen Grenzsperrsystem mit Wachtürmen und "Todesstreifen" entwickelt hat.

In der App treten auch zwei fiktionale Charaktere auf, ein Junge aus Ost-Berlin und ein Mädchen aus dem Westen der Stadt, die über den Mauerbau und ihre Folgen aus der jeweiligen Perspektive berichten. Zur Festwoche "30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall" im November soll die App dann die historischen Geschehnisse aufgreifen und nacherzählen. So sollen die Anwender virtuell an der Massendemonstration vom 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz teilnehmen können. Die Mauer fiel wenige Tage später am 9. November.

Ein Prototyp der App hatte im vergangenen Jahr in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt, als Apple-CEO Tim Cook unterwegs war und sich bei einem Berlin-Besuch die Anwendung vorführen ließ. (emw)