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Berliner Online-Bank N26 erhält Finanzspritze von 160 Millionen US-Dollar

Die auf mobiles Banking spezialisierte Online-Bank N26 will weltweit wachsen. Frisches Kapital dafür liefern verschiedene Investoren, darunter auch der Versicherer Allianz.

Berliner Online-Bank N26 erhält Finanzspritze von 160 Millionen US-Dollar

(Bild: Pixabay / CC0)

Die Direktbank N26 hat sich bei Investoren 160 Millionen US-Dollar für das globale Wachstum besorgt. Unter den Geldgebern befinden sich der Versicherungskonzern Allianz und der chinesische Internet-Riese Tencent, wie N26 mitteilte. N26 habe seit dem Start im Januar 2015 mehr als 850.000 Kunden gewonnen, bis Ende 2020 will das Start-up fünf Millionen Nutzer haben.

Insgesamt bekam N26 damit 215 Millionen Dollar von Investoren. N26-Mitgründer Valentin Stalf sagte jüngst der Deutschen Presse-Agentur, N26 verfüge inzwischen über ein "profitables Kundenportfolio": "Heute verdienen wir mit jedem Kunden Geld."

Während viele Start-ups aus dem Finanzsektor mit traditionellen Banken kooperieren, tritt N26 als direkter Konkurrent auf. Das Unternehmen hatte zum Markstart noch die Lizenz und Dienstleistungen der Wirecard Bank AG in Anspruch genommen. Im Juli 2016 erhielt N26 dann eine eigene Banklizenz. Beim Start im Jahr 2015 habe man mit den Kunden noch Verlust gemacht, weil Gebühren an die Partnerbank gezahlt werden mussten, räumte Stalf ein. Durch die eigene Lizenz könne N26 auch eigene IT-Systeme betreiben. "Wir haben damit deutlich geringere Kosten als traditionelle Banken."

N26 nennt sich selbst "die mobile Bank". Sie ist spezialisiert auf eine Kontoführung mit dem Smartphone über eine App. Nach Kontenumstellungsproblemen von Wirecard auf die eigene Bank hatte das Unternehmen Ende 2016 mit Sicherheitsmängeln zu kämpfen. Einem Sicherheitsexperten gelang es, ein bei N26 geführtes Bankkonto mit seinem Smartphone zu übernehmen. Die Sicherheitslücken konnte N26 erst innerhalb mehrerer Wochen schließen. (mit Material der dpa) / (dpa) / (olb)

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