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Berlins Justizsenator plädiert für Fahndung über Facebook

Berlins Justizsenator Thomas Heilmann [1] (CDU) sieht eine Fahndung nach Straftätern via Facebook positiv. "Die Leute lesen weniger Zeitung und mehr Facebook. Das heißt, wir erreichen die Menschen besser über solch ein Instrument als über klassische Medien", sagte Heilmann am Mittwoch dem Sender Radio Energy.

Die Justizminister der Länder wollen sich an diesem Donnerstag während ihrer Tagung in Berlin auch mit der Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. für die Aufklärung von Straftaten beschäftigen. Experten hoffen, damit vor allem Jugendliche und junge Erwachsene besser zu erreichen.

Berlin nutze dieses Instrument aber noch nicht, "weil es noch datenschutzrechtliche Probleme gibt", schränkte der Justizsenator ein. Dazu gehöre, dass User bei Facebook etwa verletzende Kommentare abgeben könnten. Grundsätzlich dürfe der Staat Menschen zur Fahndung ausschreiben. "Facebook wird durch eine Fahndungsausschreibung nicht zu einer Art digitalem Pranger. Es kann eine Prangerwirkung geben durch die User selber – mit einer Fahndungsausschreibung hat das nichts zu tun." (anw [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1750230

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.berlin.de/sen/justiz/ueber_uns/senator.html
[2] mailto:anw@ct.de