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Bertelsmann kauft Random House

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Heute hat Bertelsmann die Übernahme der amerikanischen Verlagsgruppe Random House bekanntgegeben. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Schätzungen gehen von etwa 1,4 Milliarden Dollar aus. Die Genehmigung der Kartellbehörden wird zur Jahresmitte erwartet.

Damit wird Bertelsmann, der bereits die Verlagsgruppe Bantam Doubleday Dell gehört, zum größten Buchverlag im englischsprachigen Raum. Die gesamte Verlagsgruppe wird den Namen Random House, Inc. tragen. Frank Wössner, der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Buch AG München, betonte, daß Bertelsmann damit das Stammgeschäft Buch weiter stärken und im anglo-amerikanischen Raum sowie im "Verlagsgeschäft des 21. Jahrhunderts" eine führende Position einnehmen wolle: "Durch unser heutiges Engagement wird erneut bekräftigt, daß Bertelsmann fest an die vielsprechende Zukunft des Buches glaubt." In den USA wird Bertelsmann künftig 35 Prozent des Umsatzes erzielen - ebensoviel wie in Deutschland.

Bertelsmann ist nach Time Warner und Disney weltweit der drittgrößte und Europas größter Medienkonzern, bei dem 60000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Nach eigenen Angaben beträgt der Außenumsatz ca. 25 Milliarden Mark. Der Kauf bedeute nicht, daß man sich von den Plänen im Bereich digitales Fernsehen verabschiede. (fr)

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