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Bertelsmann steigert Umsatz und Ergebnis

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Bertelsmann hat im ersten Halbjahr 2006 fortgesetzt Umsatz und das operative Ergebnis steigern können. Wie der Medienriese am Mittwoch in Gütersloh mitteilte, stieg der Umsatz von knapp 8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2005 um 14,5 Prozent auf 9,1 Miliarden Euro. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 701 Millionen Euro, im Vergleich zu 644 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich erwirtschaftete das Medienunternehmen einen Konzerngewinn von 339 Millionen Euro, das sind 9 Millionen Euro mehr als im ersten Halbjahr 2005.

Die RTL Gruppe bleibt der Umsatzbringer im Konzern und steuerte mit 2,85 Millarden Euro fast ein Drittel des Gesamtumsatzes bei. Die europaweit operierende Sendergruppe konnte Umsatz und Ergebnis erneut steigern und verdankt dies nach Unternehmensangaben dem guten Werbegeschäft in allen wichtigen europäischen Märkten mit Ausnahme Großbritanniens. Insbesondere die RTL-Senderfamilie in Deutschland und M6 in Frankreich konnten die Werbeeinnahmen steigern.

Die Musiksparte BMG, die aus dem 50-prozentigen Anteil an SonyBMG und dem gerade verkauften Musikverlag BMG Music Publishing besteht, bleibt das Sorgenkind des Unternehmens. Die nach Bertelsmann-Angaben "positive Entwicklung im Verlagsgeschäft" konnte den deutlichen Rückgang im Tonträgergeschäft nur teilweise ausgleichen. Insgesamt trug BMG nur mit 2 Millionen Euro zum operativen Ergebnis bei; ohne den Ertrag des Musikverlags von 30 Millionen Euro bleibt im Musikgeschäft ein negatives Ergebnis. Der Anteil digitaler Verkäufe am Gesamtumsatz von Sony BMG hat sich den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr "praktisch verdoppelt".

Die Dienstleistungsgruppe Arvato konnte bei leicht gestiegenem Umsatz ein stabiles Ergebnis beitragen und der in der Direct Group gebündelte Buchhandel ist mit mehr Umsatz wieder aus den roten Zahlen raus. Das Buchverlagsgeschäft lief unverändert. Gruner+Jahr trägt trotz gestiegenen Umsatzes weniger zum Konzernergebnis bei als noch im ersten Halbjahr 2005. Bertelsmann verweist dabei auf Anlaufverluste bei neuen Titeln. (vbr)

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