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Beschwerden über eBay häufen sich

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Nach der Euro-Panne hat der Online-Auktionator eBay mit weiteren Problemen zu kämpfen. So benachrichtigte der Online-Auktionsdienst die Anbieter in Einzelfällen erst Tage nach Ende ihrer Auktionen über die Gewinner. Üblicherweise werden diese Informationen spätestens eine Stunde nach Versteigerungsende versandt. eBay räumte ein, dass es aufgrund von Wartungsarbeiten am System zu Verzögerungen kommen könne, machte für die verspätet ankommenden Benachrichtigungen aber auch Provider verantwortlich, die E-Mails nicht sofort weiterleiteten.

Ein anderes Problem bereitet derzeit das 200-Euro-Limit. Es gilt für die Gebührenkonten von Kunden, die ihre eBay-Gebühren per Überweisung bezahlen. Ist die Grenze erreicht, dann können keine weiteren Artikel mehr angeboten werden, bis der Nutzer seinen Saldo begleicht, eBay eine Einzugsermächtigung erteilt oder seine Kreditkartendaten übermittelt. Seit der vergangenen Woche hindert eBay jedoch auch einzelne Anbieter am Einstellen neuer Artikel, die schon seit Jahren ihre Gebühren per Lastschrift bezahlen und für die bisher kein Limit galt. Professionelle Versteigerer, die eBay jeden Monat Gebühren in vierstelliger Höhe bescheren, zeigten sich erbost und beklagten Umsatzverluste durch das entgangene Weihnachtsgeschäft.

eBay erklärte dazu gegenüber heise online, man wisse von dem Problem und arbeite an einer Lösung. Wer fälschlicherweise eine Fehlermeldung bekomme, solle sich an eBay wenden; der Account werde "unverzüglich" manuell wieder freigeschaltet. Dies hatten die Betroffenen auch getan. Sie bemängeln jedoch, dass es keinerlei telefonischen Support gibt, der in dringenden Fällen schnell helfen kann. Ebay ist für Kunden nur per E-Mail oder Post erreichbar. (hod)