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MWC

Besser ausgestattete Smartphones mit Firefox OS

Alcatel bringt Smartphones mit Firefox OS heraus, die sich an Nutzer wenden, die mit der bisherigen Low-End-Hardware nicht zufrieden waren. Zwei davon kommen nach Deutschland. Auch ein Tablet mit Firefox OS war zu sehen.

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Der chinesische Handyhersteller TCL hat auf dem MWC unter dem Markennamen Alcatel drei neue Smartphones und ein Tablet-Konzept mit Firefox OS vorgestellt, von denen sich zwei an Nutzer wenden, die mit der Low-End-Hardware des OneTouch Fire, dem aktuellen Firefox-OS-Handys von Alcatel, nicht zufriedenzustellen waren.

Das Fire S sieht edler aus als die anderen Modelle, es hat LTE und ein 4,5-Zoll-Display.

(Bild: Alcatel)

Das als Luxusmodel vorgesehene Fire S ist LTE-fähig und bringt einen NFC-Transmitter mit. Außerdem hat sein Prozessor vier Kerne und 1,2 GHz, die Kamera kommt auf 8 MP. Auch entfernt sich Alcatel vom orangenen Einheitsdesign der anderen Geräte. Im mittelpreisigen Segment bietet Alcatel das Fire E an. Es hat wie das Fire S einen 4,5 Zoll großen Bildschirm mit 960 × 540 Punkten. Der Zweikernprozessor arbeitet mit 1,2 GHz, die Kamera hat 5 MP, das Gehäuse ist 7,9 Millimeter dünn. Mit dem Fire C möchte man weiter im Low-End-Segment vertreten sein: 3,5-Zoll-Display (480 × 320), Zweikernprozessor mit 1,2 GHz, eine Kamera mit veralteter VGA-Auflösung.

Das Fire E ähnelt dem aktuellen OneTouch Fire.

(Bild: Alcatel)

Zu guter Letzt zeigt Alcatel einen Prototypen des sieben Zoll großen Tablets Fire 7. Es bietet 960 × 540 Punkte, einen Zweikernprozessor mit 1,2 GHz und soll nur 9,9 mm dick und 285 Gramm schwer sein.

Die leistungsfähigeren Geräte erfreuen nicht nur Nutzer, sondern auch Entwickler, denn solche leistungsfähigeren Modelle dürften in Amerika und Westeuropa bessere Chancen haben als die Billiggeräte und damit für mehr App- und Werbeumsätze sorgen.

Unklar bleibt, ob und wie Firefox OS von einem Mehrkernprozessor profitieren wird. Mozillas Browser ist bisher nicht für seine besonders ausgeprägten Multithreading-Fähigkeiten bekannt, und native Applikationen sind unter unter Firefox OS verboten. Eine denkbare Vorgehensweise wäre ein an Palm OS 6 angelehntes Konzepts: Dort konnten Entwickler mit der als SLIP bezeichneten Library kleine Codepakete im Hintergrund ausführen.

Die Telekom will laut Pressemeldung das OneTouch Fire E und Fire C ab Sommer in Deutschland über die Mobilfunktochter Congstar anbieten und auch nach Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Tschechien bringen. Preise nannten Alcatel und Telekom nicht. (Tam Hanna) / (jow)

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