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Besserer OOXML-Support für Libre- und OpenOffice

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In einem Projekt unter dem Dach der Open Source Business Alliance wird an der Verbesserung der MS-Office-Kompatibilität der freien Büro-Suiten LibreOffice und OpenOffice gearbeitet. Die deutschen Gemeinden München, Jena und Freiburg sowie das schweizerische Bundesgericht, das Schweizer Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) und der Kanton Waadt, die zusammen an rund 18.000 Arbeitsplätzen OpenOffice einsetzen, haben dafür 140.000 Euro zusammengelegt.

Ziel des Projekts: Dokumente aus Microsoft Word, Excel und PowerPoint im Microsoft-eigenen OOXML-Format sollen künftig besser importiert, dargestellt und und bearbeitet werden können. So wird die Formatierung von Rahmen, Bildern, Tabellen und Aufzählungen in Word-Dokumenten verbessert. Kommentare in Word- und Excel-Dateien sollen korrekt dargestellt und die Einbettung von Schriften in ODF- und OOXML-Dokumenten ermöglicht werden. Um die Schrifteinbettung komplett umzusetzen, fehlen allerdings noch 30.000 Euro – interessierte Open- und LibreOffice-Nutzer sind aufgerufen, einen Beitrag für die Umsetzung zu leisten.

Die Umsetzung der im Dezember vorgestellten Spezifikation "Layout-getreue Darstellung von OOXML-Dokumenten in Open Source Office Applikationen" (als PDF verfügbar) findet im Rahmen der Arbeitsgruppe Office Interoperability der OSB Alliance statt. Die Erweiterungen werden von Suse und dem Hamburger Open-Source-Spezialisten Lanedo programmiert.

Die Arbeiten finden in einem Branch von LibreOffice statt, das laut Projektleiter Matthias Stürmer von Ernst & Young schon jetzt bessere OOXML-Kompatibilität als OpenOffice bietet. Die Patches werden jedoch unter Apache-2-Lizenz bereitgestellt, sodass sie sich sich sowohl in Libre- als auch in OpenOffice integrieren lassen. Die Entwicklung hat schon begonnen, erster Code lässt sich bereits in den Daily Builds von LibreOffice ausprobieren. Die wichtigsten Entwicklungen sollen bis Ende September abgeschlossen sein. (odi)