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Beta-Version des Browsers Vivaldi unterstützt Chrome-Erweiterungen

Mit Verbesserungen der Stabilität und Performance und wichtigen neuen Features empfiehlt sich der Browser des ehemaligen Opera-Chefs nun auch für die Alltagsarbeit.

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Vivaldi, das Unternehmen des ehemaligen Opera-Gründers und langjährigen CEOs Jon von Tetzchner, hat eine Beta-Version ihres Browsers veröffentlicht. Die Software steht damit unter Windows, Mac OS und Linux (Debian- und RPM-Pakete) zur Verfügung. Vivaldi debütierte Ende Januar mit einer Vorschauversion, auf die im März, April und Juli noch drei weitere "Technical Previews" sowie zahlreiche "Snapshots" folgten. Vivaldi setzt wie inzwischen auch Opera auf einen Chromium-Unterbau auf.

Mit der neuen visuellen Navigation steuert man ähnlich durch die Tabs wie im Betriebssystem durch offene Programme.

Die Entwickler haben sich darauf konzentriert, den Browser mit Bugfixes robuster zu machen und die in den frühen Vorabversionen noch etwas lahmende Performance zu steigern. Dennoch wartet das Release mit einer Reihe neuer Features auf. Mit einem privaten Modus, einer Vollbildanzeige, der Unterstützung von Geolocation und dem H.264-Codec zieht Vivaldi einige Standard-Ausstattungsmerkmale nach, die den Browser alltagstauglich machen. Erweiterungen aus dem Chrome Web Store ließen sich schon vorher über Umwege installieren – nun unterstützt Vivaldi das offiziell über die Bedienoberfläche.

Einige andere Neuerungen zeigen, dass Vivaldi wie sein Vorgänger Opera 12 neue Akzente in Sachen Bedienung setzen will. So lassen sich viel besuchte Webdienste in einem seitlichen Panel ablegen; eine visuelle Navigation erlaubt es, offene Tabs mit einer Voransicht durchzublättern, ähnlich wie im Betriebssystem die geöffneten Programme. Schon in den Previews ließen sich Tabs außerdem gruppieren.

Vivaldi enthält nun auch einen privaten Modus. Die Taste F2 öffnet einen Dialog für Kurzbefehle. Die beiden Reiter in der Tableiste sind Gruppen von Tabs.

Weitere bereits bekannte Features, mit denen Vivaldi sich vom Trend der "schlanken Browser" absetzt, sind ein inkrementeller Kurzbefehle-Dialog, ein leistungsfähiger Lesezeichen-Manager, die eingebaute Notizen-Funktion und weitgehende Anpassungsmöglichkeiten der Oberfläche. Die noch fehlende Synchronisation von Browserdaten soll laut dem Unternehmen aus Reykjavik "bald" kommen. Auch der schon länger angekündigte, in den Browser integrierte Mail-Client ist offenbar in Arbeit; in Reminiszenz an seinen Opera-Vorgänger M2 soll er M3 heißen. (jo)