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Technology Review

US-Forscher distanziert sich von Studie mit Menschen-Genen in Affen

Chinesische Wissenschaftler wollen Makaken intelligenter gemacht haben. Unterstützt wurden sie von einem US-Kollegen – der sich jetzt kritisch äußert.

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(Bild: Ms. Tech; Evolution: Wikimedia commons)

Ende März meldeten chinesische Wissenschaftler, mehrere Makaken mit einem menschlichen Gen modifiziert zu haben, das mit Intelligenz in Zusammenhang gebracht wird. Nach ihren Messungen schnitten die Tiere bei Tests des Kurzzeitgedächtnisses besser ab als unveränderte Artgenossen, schrieben sie. Einer der Co-Autoren der Studie hat sich jetzt jedoch von den Versuchen distanziert: Er habe darüber nachgedacht, seinen Namen aus dem Fachaufsatz streichen zu lassen, der im Übrigen im Westen keinen Verlag gefunden habe, sagt Martin Styner, ein Informatiker an der University of California. Das berichtet Technology Review online in „Schlaue Affen durch menschliche Gene?“.

„Es gibt viele Aspekte in der Studie, die in den USA nicht möglich wären“, sagt Styner. „Sie wirft Fragen über die Art der Forschung und ob die Tiere angemessen versorgt wurden auf.“ Nach dem, was er gesehen hat, sieht Stymer weiterer Evolutionsforschung an transgenen Affen nicht unbedingt freudig entgegen. „Ich denke nicht, dass das eine gute Richtung ist“, sagt er. „Jetzt haben wir dieses Tier geschaffen, das anders ist, als es sein sollte. Wenn wir Experimente machen, müssen wir vorher genau wissen, was wir dadurch erfahren wollen, um der Gesellschaft zu helfen, und das ist hier nicht der Fall.“

Bing Su, der Hauptautor der Studie, lässt sich von solchen Bedenken allerdings nicht beirren. Er produziere bereits weitere Affen und teste in ihnen weitere Gene zur Hirn-Evolution. Unter anderem hat er SRGAP2C ins Auge gefasst, eine DNA-Variante, die vor etwa zwei Millionen Jahren aufkam, als der Australopithecus die afrikanische Savanne für frühe Menschen räumte. Das Gen wurde schon als Menschheits-Schalter und als fehlendes genetisches Glied bezeichnet. Wie Su erklärt, hat er es bereits in Affen eingebaut. Noch aber könne er nichts über die Ergebnisse sagen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)