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Betreiber eines Darknet-Forums in Karlsruhe festgenommen

Der mutmaßliche Betreiber eines Forums im Darknet mit etwa 35.000 Mitgliedern wurde festgenommen. Über das Forum sollen zahlreiche illegale Geschäfte, insbesondere mit Drogen und Waffen, abgewickelt worden sein.

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Betreiber einer Darknet-Plattform in Karlsruhe festgenommen

(Bild: bka.de)

Der mutmaßliche Betreiber einer Darknet-Plattform ist in Karlsruhe festgenommen worden. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) vom Montag soll über das Internetforum auch der Verkauf der bei dem Amoklauf in München im Juli 2016 eingesetzten Waffe abgewickelt worden sein. Der 30-jährige Verdächtige soll seit 2013 alleiniger Administrator des Forums gewesen sein, über die zahlreiche illegale Geschäfte, insbesondere mit Drogen und Waffen, abgewickelt worden seien.

Nach Informationen von heise online handelt es sich dabei um das Forum "Deutschland im DeepWeb" (DiDW), das etwa 35.000 Mitglieder hatte; das BKA spricht von 20.000 Mitgliedern. Das Forum gab es seit März 2013. Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um den Betreiber, der im Forum als "luckyspax" oder "Lucky" auftrat.

Der Festnahme am Donnerstagabend gingen laut BKA monatelange verdeckte Ermittlungen voraus. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten Einsatzkräfte zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer, Datenträger und geringe Mengen Betäubungsmittel sicher. Auch der Server wurde beschlagnahmt, das Forum abgeschaltet.

Der Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe verkündete am Freitag einen bereits erlassenen Haftbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln. Bei einem Amoklauf in München hatte ein 18-Jähriger am 22. Juli 2016 am Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen getötet und sich dann selbst erschossen. Der mutmaßliche Waffenhändler war bereits im August in Marburg festgenommen worden.

Das nun geschlossene DiDW war kein Marktplatz wie Silkroad, sondern ein phpBB-Forum ohne Shops, das primär zum Meinungsaustausch gedacht war. Es gab auch viele Händler, die ihre Ware in Threads angeboten und verkauft haben [--| allerdings nicht wie in Alphabay oder ähnlichem über die Plattform, sondern im direkten Kontakt mit dem Kunden. (mit Material der dpa) / (anw)

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