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Betrug im Netz: "Scamming" meist aus dem Ausland

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Im vergangenen Jahr wurden in Hessen nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) rund 11.000 Fälle von Betrug im Internet registriert. Die Täter agieren meist aus dem Ausland. Mit Fantasie und geklauter Identität können sie relativ risikoarm gutgläubige Menschen abkassieren. Persönlich erscheinen müssen sie dazu gar nicht. "Das Internet macht es den Tätern leicht, und sie sind sehr kreativ", sagte Gaby Goebel-Andreas, Expertin für Internetkriminalitäts-Prävention im LKA der Nachrichtenagentur dpa.

"Scamming" – der Betrug im Netz – sei zahlenmäßig das größte Gebiet der Internetkriminalität. Äußerste Vorsicht sei geboten, wenn man aus dem Ausland kontaktiert werde. Die "Tätigkeitsfelder" der Trickbetrüger reichen von Verkaufsgeschäften über Immobilien- und Partnervermittlung bis zu Mobbing oder Geldwäsche. Mancher Gutgläubige gerät in Gefahr, selbst straffällig zu werden, etwa wenn er über sein Konto illegal erworbenes Geld laufen lässt.

Die Verfolgung der Täter ist schwierig – nicht nur, weil sie unter falscher Identität agieren, sondern auch, weil die deutschen Behörden an die Landesgrenzen gebunden sind. In Hessen sei die Polizei bei der Bekämpfung der Cyber-Kriminalität gut aufgestellt, sagte Goebel-Andreas. Alle Polizeipräsidien hätten seit 2007 Internet-Kommissariate und Internetberater. Die Beamten gingen Anzeigen nach, sie hielten aber auch Vorträge über die Maschen der Betrüger und stellten Informationsmaterial zusammen, um Verbraucher zu sensibilisieren.

Hinweise zu Warenbetrug, betrügerischer Immobilien- und Partnervermittlung, zu Finanzagenten und Identitätsdiebstahl gibt die Polizeiberatung im Internet. (dpa) / (anw)

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