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Betrug mit Kreditkarten nimmt zu

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Die Zahl der Betrugsfälle mit EC- und Kreditkarten ist erheblich gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden allein in Mecklenburg-Vorpommern rund 2500 Fälle registriert, über 50 Prozent mehr als 2002, teilte das Innenministerium des Landes mit. Dabei sei ein Schaden von 617.000 Euro entstanden, 10.000 Euro weniger als im Vorjahr. Im gesamten Bundesgebiet registrierte die polizeiliche Kriminalitätstatistik im vergangenen Jahr 64.507 Fälle -- nahezu 60 Prozent mehr als 2002.

"Wenn sich am Zahlungsverfahren und an der Achtsamkeit der Bürger nichts ändert, bleibt dem Missbrauch weiterhin Tür und Tor geöffnet", warnte Gottfried Timm, Innenminister in Mecklenburg-Vorpommern. Der sorglose und unaufmerksame Umgang vieler Bürger mit Kreditkarten mache es potenziellen Straftätern oft sehr einfach. Wer seine EC-Karte verliert, solle sie umgehend sperren lassen, wahlweise über den Zentralen Sperrannahmedienst oder über die nächste Polizeidienststelle, rät Timm.

Der Minister appellierte auch an den Einzelhandel. Statt der meist üblichen Unterschrift auf dem Kassenbeleg sollten die Geschäfte verstärkt das Online-Verfahren mit der PIN-Abfrage (Personal Identification Number) zur Authentifizierung nutzen, denn die Identität des Käufers und die Unterschrift würden oft nur ungenau geprüft. "Diesen Umstand nutzen die Täter, die meistens durch Raub, Diebstahl und Erpressung in den Besitz der Karten kommen, aus und kaufen mehrmals unbehelligt ein", sagte Timm. Am Montag will Bundesinnenminister Otto Schily die Statistik für das gesamte Bundesgebiet vorstellen. Demnach profitierten die Betrüger vor allem vom zunehmenden Handel über das Internet, denn dabei können Kunden allein mittels Kreditkartendaten bezahlen, also ohne Unterschrift oder PIN. (dz)

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