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Betrug mit Kreditkartendaten und Packstationen: 13 Verdächtige verhaftet

Mit gestohlenen Kreditkarten und gekaperten DHL-Packstations-Accounts sollen 13 Verdächtige in Niedersachsen reichlich Waren geordert haben.

Polizei

Die Polizei in Niedersachsen hat 13 Tatverdächtige ermitteln können, die mit gestohlenen Kreditkartendaten und Postnummern Waren sowie Tickets der Deutschen Bahn gekauft haben sollen. Die Waren ließen sich die mutmaßlichen Betrüger an DHL-Packstationen liefern und missbrauchten dafür DHL-Accounts von Privatnutzern, zu denen sie sich unbefugt Zugriff verschafft hatten.

Um an eine mTAN zur Öffnung der Packstationen zu kommen, sollen die Verdächtigen zuvor die mit dem Konto verknüpfte Handynummer geändert haben. Mittels mTAN und gefälschter Kundenkarten war dann die Entnahme der Waren möglich, wie der Zentrale Kriminaldienst Hannover und die Staatsanwaltschaft Verden in ihrer Pressemitteilung erläutern.

Bei insgesamt zwölf Durchsuchungen konnten die Fahnder zahlreiche mit dieser Masche bestellte Waren beschlagnahmen. Der entstandene Schaden ist noch nicht abschließend ermittelt und wird auf eine mittlere bis hohe fünfstellige Summe geschätzt. Ebenfalls sollen die Täter Bahntickets im Wert von 8000 Euro mit den gestohlen Kreditkartendaten geordert haben.

Die 13 Verdächtigen im Alter zwischen 16 und 34 müssen sich nun unter anderem wegen Computerbetruges, Warenbetruges, Verstößen gegen das Waffengesetz (Schreckschusswaffe), das Betäubungsmittelgesetz (Ecstasy) und Sprengstoffgesetz (nicht zugelassene Böller) verantworten.

[UPDATE, 21.07.2018, 21:30]

Eine frühere Fassung der Meldung enthielt irreführende Formulierungen, die den Eindruck erweckten, die Tatverdächtigen hätten komplette Packstationen übernommen. Das wurde korrigiert.
(axk)

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