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Beverly Hills will autonome Autos als Taxis einsetzen

Die kalifornische Stadt Beverly Hills hat beschlossen, eine Flotte aus autonomen Autos aufzubauen, die im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt werden soll.

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Der Rodeo Drive von Beverly Hills

(Bild: beverlyhills.org)

Die US-amerikanische Stadt Beverly Hills hat sich entschlossen, eine führende Rolle beim Test und in der Verwendung autonomer Autos zu spielen. Vor Kurzem hat der Rat der kalifornischen Stadt nahe Los Angeles einen Beschluss gefasst, eine Flotte autonomer Autos aufzubauen, die im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt werden sollen. Die Passagiere sollen die Autos per Smartphone zu einem Ort rufen und sich zu einem gewünschten Ziel fahren lassen können. Hierfür will die Stadt mit Anbietern wie Google und Tesla kooperieren.

In Beverly Hills wird gerade daran gearbeitet, die Stadt mit einem Glasfasernetz zu überziehen, an das jeder Einwohner angeschlossen werden soll. Dies könne auch für die Kommunikation mit "Smart Cars" eingesetzt werden. Weiter bezieht sich der Stadtrat auf Aussagen einiger Unternehmer, die davon ausgehen, dass selbstfahrende Autos in fünf Jahren marktreif sein würden. Bevor das so weit ist, soll im kommenden Herbst zunächst eine Konferenz zu dem Vorhaben stattfinden. Dort sollen Experten darüber beraten, wie der Beschluss des Stadtrats in die Tat umgesetzt werden kann.

Bürgermeister John Mirisch bezeichnete Beverly Hills als "perfekte Gemeinde", um in dieser Technik eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das beschlossene Programm sieht er als machbar an. Autonome Autos würden dafür sorgen, dass weniger Individualverkehr auf den Straßen unterwegs ist und weniger Parkplätze gebraucht werden. Zudem werde der Straßenverkehr sicherer und auch könnten Menschen mit Behinderung mobiler werden. "Wir können nicht die Probleme der Zukunft mit Technik der Vergangenheit lösen", fasste Mirisch zusammen.

Ein Anlass für die Pläne sind neue Regeln für autonome Autos, die von der kalifornischen Kfz-Behörde im Dezember vorigen Jahres vorgelegt wurden. Über diese ist in den USA eine Diskussion entbrannt, weil vor allem Google sich durch sie zu sehr eingeschränkt sieht. Zuletzt hat sich auch das US-Parlament mit dem Thema befasst.

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(anw)