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Bezahl-Napster nimmt Gestalt an

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Die Musiktauschbörse Napster steht nach Medienberichten kurz vor einem Abkommen mit drei der großen Musikkonzerne. Nach der Vereinbarung soll die Taschbörse Songs der Plattenfirmen Warner Music (AOL Time Warner), BMG Entertainment (Bertelsmann) und der EMI Group in ihrem künftig gebührenpflichtigen Dienst anbieten können, berichtete heute die New York Times. Weitere Einzelheiten des Abkommens seien nicht bekannt. Die Klage der Musikindustrie gegen Napster wegen Beihilfe zu Urheberrechts- Verstößen soll dadurch nicht beeinflusst werden.

Napster soll demnach zunächst exklusiv Musik von der MusicNet-Allianz in Lizenz übernehmen. Mit dieser Unterstützung wäre ein Pool lizenzierter Musiktitel für den ab 1. Juli geplanten Abo-Dienst sicher. MusicNet war von den drei Musikfirmen sowie der Internet-Firma RealNetworks für den Lizenz-Vertrieb über das Internet gegründet worden. Die Musikfirmen Sony und Vivendi Universal hatten ihrerseits die Gründung der konkurrierenden Online-Plattform Duet angekündigt. Die MusicNet-Partner wollen nach Angaben der New York Times versuchen, Sony und Vivendi Universal dazu zu bewegen, auch ihre Musik durch MusicNet lizenzieren zu lassen.

Die 1999 von dem damals 18-jährigen Studenten Shawn Fanning gegründete Musiktauschbörse war vor rund einem halben Jahr eine Allianz mit dem deutschen Medienriesen Bertelsmann eingegangen. Mit Hilfe der finanzielle Unterstützung des Gütersloher Unternehmens soll aus dem Tauschangebot bis zum Juli ein kostenpflichtiger Service entstehen. (dpa) / (em)