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Computex

"Bezahlbare", bootfähige PCI-Express-SSD

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Die Firma OCZ Technology will sich besonders bei schnellen Solid-State Disks (SSDs) profilieren. Außer einigen Baureihen in der zurzeit gängigsten 2,5-Zoll-Bauform hatte OCZ bereits auf der CeBIT 2009 die PCI-Express-(PCIe-)Karte namens Z-Drive mit 1 TByte MLC-NAND-Flash-Speicher vorgestellt. Auf der Computex präsentierte sie nun das RevoDrive, eine PCIe-x4-Karte mit zwischen 128 und 480 GByte Flash-Speicher und zwei SSD-Controllern der Firma SandForce. Diese erreichen vermutlich dank einer Datenkompression beim Lesen und Schreiben unkomprimierter Daten besonders hohe Datentransferraten und auch extrem kurze Zugriffszeiten.

OCZ verspricht für die PCIe-x4-Karte Datentransferraten von mehr als 500 MByte/s. Gegenüber Engadget.com nannte OCZ angepeilte Verkaufspreise für das RevoDrive ab etwa 400 US-Dollar. Im Vergleich zu anderen, vorwiegend für Server gedachten Hochleistungs-SSDs in PCIe-Bauform, etwa von Fusion-io oder Texas Memory Systems, ist dieser Preis günstig.

Von einer RevoDrive-Karte sollen PCs auch booten können; welcher Typ von PCIe-Storage-Controller dabei zum Einsatz kommt und ob dessen Firmware die Boot-Dauer des BIOS verlängert, erläuterte OCZ bisher nicht.

Auf der Computex zeigt OCZ auch eine proprietäre Kabelverbindung für externe SSDs namens HSDL (High-Speed Data Link), die anscheinend mit SAS-Kabelsteckern arbeitet. Preise und Verkaufstermine nannte OCZ allerdings nicht.

Für den Einsatz in Servern hat die OCZ-Sparte Enterprise kürzlich die SSD-Baureihe Intrepid angekündigt, die es mit MLC- oder SLC-NAND-Flash-Speicher sowie mit SATA-, SAS- oder FC-Interfaces geben soll. Einige dieser Intrepid-SSDs mit bisher nicht genanntem Controller-Baustein sind etwa von Adaptec (MaxIQ) oder LSI (MegaRAID) für den Anschluss an bestimmte Hostadapter zertifiziert worden (PDF-Datei). (ciw)