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Bezahldienst Paydirekt startet: Hypovereinsbank macht den Anfang

Die deutschen Banken bringen ihren Paypal-Killer in Stellung: Als erstes können sich die Kunden der Hypovereinsbank beim neuen Bezahldienst Paydirekt registrieren. Die Zahl der angeschlossenen Shops lässt sich an einer Hand abzählen.

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Paydirekt

(Bild: Hypovereinsbank)

Der deutsche Bezahldienst Paydirekt ist verfügbar: Seit Dienstag ist der Service für Kunden der Hypovereinsbank freigeschaltet. Nutzer müssen sich dafür noch über ihr Onlinebanking anmelden. Paydirekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Banken, das dem Platzhirschen Paypal bei Onlinekäufen die Stirn bieten soll.

Die seit Mitte August laufende Pilotphase sei erfolgreich verlaufen, hieß es von der Hypovereinsbank. Weitere Banken dürften im Laufe der nächsten Tage und Wochen nachfolgen. Paydirekt sei von vornherein auf einen sukzessiven Start angelegt, bei dem sich die Banken nach und nach aufschalten können, hatten bereits die beiden Geschäftsführer des Dienstes im Interview mit heise online erklärt. Einen "Big Bang" strebten sie nicht an.

(Quelle: HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG)

Der Dienst soll schnelle und einfache Zahlungen beim Online-Shopping ermöglichen, die direkt über das Girokonto bei der Hausbank laufen. Auch ein Käuferschutz ist mit dabei. Die Zahl der aktuell angeschlossenen Händler sieht aber noch sehr überschaubar aus: Momentan sind nur der Einrichtungsshop D-Living, der Sporthändler Sport Tiedje sowie der Onlineshop von Haribo mit dabei, wie eine Sprecherin von Paydirekt heise online mitteilte. Der Metrokonzern hat auch zugesagt – bis dessen große Marken wie Media Markt und Saturn angebunden sind, wird es laut der Sprecherin aber noch dauern. Weitere Händler sollen folgen.

Ein Hinderungsgrund gerade für kleinere Shops könnte der Umstand sein, dass die Gebühren mit insgesamt sieben Banken beziehungsweise Bankengruppen ausgehandelt werden müssen – eine wettbewerbsrechtliche Auflage. Paydirekt will das unter anderem durch die Kooperation mit Payment-Service-Providern wie Computop ausgleichen.

Neben großen Privatbanken wie der Hypovereinsbank und der Commerzbank sind auch die Volksbanken und die Sparkassen mit an Bord. Letztere hatten sich aber erst spät für den Einstieg in das Gemeinschaftsprojekt entschieden, weshalb Paydirekt für Sparkassen-Kunden wohl erst im Frühjahr 2016 verfügbar sein wird. (axk)

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