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 | Technology Review

Bike ohne Kette

Das Footloose-Fahrrad von Mando und Meister kombiniert ein ungewöhnliches Antriebskonzept mit einem Akku.

(Bild: Mando und Meister)

Jedem Betrachter dieses Zweirads dürfte sofort sein größter Unterschied zu traditionellen Drahteseln auffallen: Das Footloose von Mando und Meister kommt ohne Kette aus. Das vom bekannten britischen Designer Mark Sanders gestaltete und in Korea produzierte Gefährt hat ein ganz neues Antriebskonzept, berichtet Technology Review: Ein Generator wandelt die Pedalbewegungen in Strom um, der dann den Elektromotor antreibt. Das hat den Vorteil, dass das Fahrrad noch kompakter zusammengeklappt werden kann als andere Falträder, bei denen stets die Kette im Weg ist, die nicht einfach abgenommen werden kann.

Die Batterie für den Antrieb des Footloose ist im Rahmen verbaut, was weiteren Platz sparen soll. Der Motor steckt wiederum in der Hinterradnabe. Trotz fehlender Direktverbindung zwischen Rad und Pedalen soll das Footloose schnell in die Gänge kommen. Das dürfte auch am leichten Alurahmen liegen, aus dem es aufgebaut ist. Daneben stecken allerlei Sensoren in dem Fahrrad, die sich per Software abfragen lassen.

Reguläre E-Bikes arbeiten anders: Sie setzen auf traditionelle Ketten und eine Motor- und Akkuunterstützung, die beispielsweise das erklimmen von Bergen erleichtert. Sie ähneln daher eher Hybridfahrzeugen, während das Footloose ein gänzlich überarbeitetes Antriebskonzept beherbergt.

Derart viel Zweirad-Hightech hat allerdings auch seinen Preis: 4000 Euro verlangt der Hersteller mindestens, immerhin wird dafür frei Haus geliefert. Kaufen kann man das Footloose unter anderem im Amsterdamer Flughafen Schiphol, wo Mando und Mester einen Konzept-Store aufgebaut haben. Dort können Fluggäste auf Wunsch auch eine kurze Probefahrt unternehmen. Auch in München, Frankfurt und Berlin soll es das Rad geben. Ob es in den nächsten Jahren auch eine kostengünstigere Version geben wird, ist noch nicht bekannt. (bsc)

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