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Bild.T-Online vs. VW: Streit um "Volks"

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Die Internet-Tochter der Bild-Zeitung, Bild.T-Online.de, macht dem Autohersteller Volkswagen die Marke "Volks" streitig, berichtet das Handelsblatt. Bild.T-Online habe vor dem Landgericht Hamburg ein Verfahren angeregt. Ziel sei es, den Markenschutz des Begriffs "Volks" zu klären. Weder Bild.T-Online noch Volkswagen hätten sich zu dem Verfahren äußern wollen, heißt es in einem dpa-Bericht zu dem Rechtsstreit.

Schon am vergangenen Mittwoch stritten beide Seiten demnach vor der Markenkammer über einen einstweiligen Rechtsschutz, den Bild.T-Online beantragt habe. In der mündlichen Verhandlung sei es um den Gebrauch der Marke gegangen, die Volkswagen erst Ende vergangenen Jahres angemeldet hatte. Eine Entscheidung soll am 6. April fallen, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts in Hamburg bestätigte.

Die Bild-Zeitung hat sich mit dem Vertrieb diverser "Volks"-Produkte ein anscheinend gewinnbringendes Geschäftsfeld erschlossen – allerdings geriet die Axel Springer AG, zu derem Verlagsgeschäft die Bild-Zeitung gehört, wegen möglicher Vermischung von Werbung, Verkaufsangeboten und redaktionellem Inhalt in die Kritik. Für viel Aufmerksamkeit sorgte beispielsweise die "Volksbibel", die Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann jüngst dem Papst persönlich in die Hand drückte. Ein "Volks-Handy", das aktuell angeboten wird, gehört ebenso zu den Offerten wie der "Volks-PC", der zuerst über Plus, später über den Media-Markt vertrieben wurde; auch ein "Volks-Notebook" war zu haben. Aber auch Produkte aus dem VW-Konzern waren in der Reihe zu haben – ein "Volks-Bus" und ein "Volks-Seat". (jk)