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Bildbearbeitung: Ausblick auf Gimp 2.10

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Die kommende Version der freien Bildbearbeitung Gimp soll komplett auf die Graphic-Engine GEGL (Generic Graphics Library) umgestellt werden. Damit rechnet Gimp mit 16 oder mit 32 Bit Farbtiefe pro Kanal. Mit Gleitkommaoperationen kann die Bildbearbeitung auch sehr feine Farbübergänge bearbeiten. Dank höherer Farbtiefe könnte Gimp dann theoretisch Raw-Dateien direkt in der Anwendung in hoher Qualität entwickeln. Das berichtet das Portal gimpusers.com.

Gimp 2.10 soll beim Verkleinern der Auflösung Moiré-Effekte unterdrücken.

(Bild:  gimpusers.com )

Die Resultate verschiedener Filter, etwa Bewegungsunschärfe, Gauß'scher Weichzeichner oder Schärfung, sieht man mit GEGL bereits während der Bearbeitung im Dokumentenfenster. Die schnelle Vorschau macht sich außerdem Multikern-Unterstützung und GPU-Verarbeitung zunutze. Gimp 2.8 nutzt weder mehrere Kerne noch den Grafikprozessor. Einige Filter, darunter die Bewegungsunschärfe und der Gauß'sche Weichzeichner, nutzen OpenCL und sollen damit deutlich schneller arbeiten.

Mit dem Werkzeug "Unified Transformation" lassen sich Ebenen in einem Arbeitsgang rotieren, scheren und perspektivisch verzerren. Die neuen Algorithmen NoHalo und LoHalo sollen beim Reduzieren der Auflösung oder beim Verzerren und Drehen die Bildschärfe besser erhalten als die jetzt implementierten Methoden. LoHalo soll dabei für drastische Verkleinerungen um mehr als die Hälfte, NoHalo hingegen für geringere Operationen und bei Rotation bessere Resultate bringen. Auch unerwünschte Moiré-Effekte, wie im Bildbeispiel des Insektenauges zu sehen, sollen die neuen Algorithmen besser unterdrücken als die derzeitigen.

Mithilfe der Farbmanagement-Engine Little CMS soll Gimp ohne große Verluste die ICC-Profile von Bildern umrechnen können. In der Entwicklerversion 2.9 sind die Änderungen bereits Realität. Wann Version 2.10 für die Öffentlichkeit freigegeben werden kann, steht allerdings noch nicht fest.

Siehe dazu auch:

  • Gimp im heise Software-Verzeichnis
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