Bildqualitätsprobleme bei Nikon D200

Seit Dezember 2005 auf dem Markt, hat Nikon bei seiner digitalen Spiegelreflexkamera D200 nun das gelegentliche Auftreten feiner Linienmuster zugegeben.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Nikon räumt auf seinen Support-Seiten Probleme mit der Bildqualität seiner digitalen Spiegelreflexkamera D200 ein. In den zwei Monaten seit der Erstauslieferung hatten viele Besitzer ihrem Unmut in einschlägigen Foren Luft gemacht und sich über ein feines vertikales Linienmuster ("Banding") beschwert, das besonders in dunklen Bildbereichen mit hohem Kontrast und vermehrt bei Aufnahmen mit mittelhoher Signalverstärkung (ISO-Einstellung) auftritt. Allerdings ist der Effekt erst in einer 1:1-Darstellung deutlich sichtbar.

Nachdem selbst die renommierten Internettester von Imaging Resource die Kamera in einem Vorabtest unter die Lupe genommen hatten und den "Cord-Effekt" reproduzieren konnten, nimmt Nikon die Klagen nun offenbar ernst und verspricht, die betroffenen Kameras zu inspizieren und gegebenenfalls zu reparieren. Auf den Hilfeseiten steht allerdings etwas zweideutig zu lesen, dass der Nikon-Service eine Justage des Bildausgangssignals vornehme, "sodass das Linienmuster praktisch nicht mehr erkennbar sein wird". Diese Formulierung lässt offen, ob das Problem prinzipieller Natur ist und überhaupt restlos beseitigt werden kann. Vermutungen über einen Zusammenhang mit der CCD-Technik des D200-Bildsensors haben sich bislang nicht bestätigt, schließlich klagen auch Besitzer von Canon-DSLRs mit CMOS-Chip über das gelegentliche Auftreten von feinen Linienstrukturen. (mhe)