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Bill Gates: Linux enthält auch Microsoft-Technologien

Es war nicht zu erwarten, dass Microsoft einfach nur tatlos dabeistehen würde, während die SCO Group ihre breit angelegte Aktion zur Verunsicherung von Linux-Anwendern durchführt. In einem Gespräch mit Analysten am vergangenen Donnerstag wollte Bill Gates zwar nicht bestätigen, dass Microsoft finanziell von der herbeibeschworenen Rechtsunsicherheit von Linux profitiere. Die Kontroverse zeige jedoch, dass die General Public License (GPL) für Linux eine "Achillesferse" darstellt.

Die GPL erschwere Firmen die gegenseitige Lizenzierung ("Cross-Licensing"), da alle unter der GPL angelegten Anpassungen und Anwendungen offengelegt werden müssen. Als Mangel interpretierte Gates auch den Mangel an Linux-Patenten. Bis hier sind Gates' Worte freilich nichts Neues: Mit dieser Argumentation feuert Microsoft schon seit Monaten gegen Linux.

Dann bemühte Microsofts Chief Software Architect die Kristallkugel. Die Rechtsunsicherheit und die GPL werde der Akzeptanz von Linux in Unternehmen langfristig schaden. Er gehe davon aus, dass sich im Linux-Code nicht nur das geistige Eigentum von SCO, sondern auch anderer Hersteller finde -- darunter auch Microsoft: "Wenn Leute Dinge klonen, wird das oft unausweichlich". Mit "klonen" meinte Gates vermutlich die Entwicklung vergleichbarer Features und die Entwicklung von kompatiblen Schnittstellen. (ghi)

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