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Bill Gates: Microsoft macht drahtlose E-Mails zu einer Allerweltsfunktion

Microsoft-Gründer Bill Gates hat angekündigt, mit der "nächsten Stufe" der Server-Software Exchange soll zusammen mit der neuen Version des Betriebssystems Windows Mobile, für die Gates vor kurzem den Startschuss gab, der "Push-Versand" von E-Mails ermöglicht werden. Das sagte der Chief Software Architect in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Das sei ein anderer Ansatz als der, der bei Research In Motion (RIM) mit ihrem Blackberry zum Einsatz komme. Die E-Mail-Funktion solle Teil der Server-Software werden. Microsoft werde so den drahtlosen E-Mail-Verkehr zu einer Allerweltsfunktion machen.

Auf die Frage, ob Microsoft jemals daran gedacht habe, RIM zu übernehmen, sagte Gates, in seinem Unternehmen sei darüber nie nachgedacht worden. "Wir schreiben unsere Software selbst, und schließlich sind wir das bedeutendste E-Mail-Unternehmen, mit Programmen wie Outlook, Hotmail und Exchange." Gates beteuerte, auf diesem Gebiet würde ihm kein "größeres Akquisitionsziel" einfallen.

Microsoft wolle im Mobilgeschäft innerhalb der nächsten zwei Jahre alle Netzwerkbetreiber auf der Welt bedienen. "40 Kunden auf Seiten der Handy-Hersteller würden uns dagegen heute schon reichen, wenn nur jeder richtig starke Geräte produzieren würde, so wie zum Beispiel unser wichtigster Partner Samsung", sagte Gates. Er wollte keine Prognose wagen, wann sein Unternehmen in diesem Bereich die Gewinnzone erreichen werde.

Gates ist davon überzeugt, dass das Handy künftig einen "immer reichhaltigeren Strauß an Möglichkeiten" bieten wird. Es werde als elektronische Geldbörse zum Bezahlen, als Navigationssystem und als Unterhaltungszentrum eingesetzt. "Immer mehr Funktionen werden in einem einzelnen Gerät integriert sein, und dazu braucht es Softwarelösungen." In diesem Bereich sieht Gates die Stärke seines Unternehmens. Zum Erfolg von Apples mobilen Musikplayer iPod knüpfte der Microsoft-Gründer an frühere Aussagen an und sagte, das Gerät habe heute eine ähnlich starke Position wie früher der Macintosh und die grafische Benutzeroberfläche. Später habe Apple diese Position eingebüßt. (anw)

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