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Bill Gates macht kräftig Wind für Atomkraft

Der Microsoft-Mitgründer will viel Geld dafür in die Hand nehmen, damit neue Atomreaktoren erforscht werden.

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Bill Gates macht kräftig Wind für Atomkraft

Bill Gates

(Bild: gatesnotes.com)

Bill Gates hat jüngst laut einem Zeitungsbericht wichtige Abgeordnete des US-Kongress besucht, um für die Atomkraft zu werben. Der Microsoft-Mitgründer ist schon länger davon überzeugt, dass die Nuklearenergie wichtig sei, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Nun wolle er selbst eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung neuer Atomreaktoren investieren und obendrein eine weitere Milliarde von Investoren einsammeln, berichtet die Washington Post.

Gates hatte 2006 das Unternehmen TerraPower gegründet, das neue Reaktortypen erforscht. Dabei geht es vor allem um den so genannten Laufwellenreaktor. In seinem Jahresrück- und -ausblick zum Ende 2018 schrieb Gates, er wolle sich 2019 mehr um das Thema Atomkraft kümmern, und zwar unabhängig von der Stiftung, die er zusammen mit seiner Frau Melinda führt. Atomkraft sei die einzige CO2-freie Energiequelle, die rund um die Uhr liefern könne.

Die bestehenden Risiken der Atomtechnik wie zum Beispiel die Havariegefahr könnten mit Innovationen beherrschbar werden, meint Gates. Die USA hätten im Grunde das Potenzial dafür, solche Technik zu entwickeln, doch sei das Land in der Atomkraft nicht mehr führend so wie noch vor 50 Jahren. Um diese Position wiederzuerlangen seien Investitionen und neue Regulierungen nötig. TerraPower habe geplant, in China ein Pilotprojekt für einen Laufwellenreaktor zu errichten, doch die jüngste Politik der USA stünden dem entgegen, schreibt Gates. Mit den entsprechenden Regeländerungen könne das Projekt auch in den USA durchgeführt werden.

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(anw)