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Bill und Melinda Gates als Personen des Jahres geehrt

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Bill Gates, seine Frau Melinda sowie der Rocksänger und Friedensaktivist Bono sind vom US-Nachrichtenmagazin Time zu den Personen des Jahres 2005 gewählt worden. Begründet wurde die Entscheidung mit dem humanitären Wirken der drei "guten Samariter" – unter anderem im Kampf gegen den Hunger und gegen Aids in Afrika.

Die Bill & Melinda Gates Foundation verfügt über ein Kapital von 29 Milliarden US-Dollar (24 Milliarden Euro). Time würdigte in der Erklärung die Großzügigkeit der Gates-Stiftung speziell in diesem Jahr. Aktueller Schwerpunkt der Stiftung ist die Bekämpfung der Malaria. Im Oktober 2005 wurde zu diesem Zweck eine Spende von 258 Millionen US-Dollar angekündigt.

Der 50 Jahre alte, in Seattle geborene Gates, Gründer des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft, besitzt ein Vermögen von 46,5 Milliarden US-Dollar. Bis zu seinem Tod will Gates nach eigenen Aussagen 90 bis 95 Prozent seines Gesamtvermögens spenden, nur 10 Millionen Dollar des Vermögens will er jedem seiner Kinder zukommen lassen. Mit seiner Frau Melinda und drei Kindern lebt Gates in Redmond.

Der Frontmann der Rockgruppe U2 Bono – mit bürgerlichem Namen Paul David Hewson – habe geholfen, dass die reichen Staaten den Entwicklungsländern über 40 Milliarden Euro Schulden erlassen haben, so das Magazin. Der praktizierende Katholik war in den vergangenen Jahren mit vielen Mächtigen der Welt wie US-Präsident George W. Bush, Großbritanniens Premier Tony Blair oder Papst Johannes Paul II. zusammengetroffen. Bono ist neben Bob Geldof der politisch aktivste Popstar. Er war einer der Initiatoren der Live-8-Konzerte im Juli, die den Druck auf die Regierungschefs der G8-Staaten erhöhen sollten.

Die Auszeichnung "Person of the Year" – zunächst "Man of the Year" genannt – wird vom Magazin Time seit 1927 verliehen. Im vergangenen Jahr erhielt sie – wie schon im Jahr 2000 – US-Präsident George W. Bush. Bill Gates führte das Magazin 1998 in der Liste der "20 Baumeister und Titanen des Jahrhunderts". Auf der Liste der potenziellen Kandidaten für die "Person des Jahres" standen in diesem Jahr unter anderem Apple-Gründer Steve Jobs und die Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page. (anw)

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