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Biografie sagt: Steve Jobs wollte Apple-Fernseher

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Nachdem Apples iPod und iPhone die Märkte mobiler Musikspieler und Internet-fähiger Handys verändert hat, schossen schnell Spekulationen ins Kraut, welches der nächste Bereich von Alltags-Elektronikprodukten sein würde, den man von Cupertino aus umkrempelt. Tatsächlich hat Steve Jobs wohl intensiv über ein Apple-Fernsehgerät nachgedacht. Das geht aus Interviews hervor, die Walter Isaacson in seiner autorisierten Steve-Jobs-Biographie wiedergibt. Das Buch soll am kommenden Montag in den USA erscheinen; die deutsche Version ist für Donnerstag, den 27. Oktober, angekündigt. Die Washington Post, der bereits ein Vorab-Exemplar vorlag, hat am gestrigen Freitag Auszüge daraus kommentiert, in denen es unter anderem um das Fernseherprojekt geht.

Bislang hat Apple in diesem Marktsegment lediglich die "Apple TV"-Set-Top-Box angeboten. Im Unternehmen sprach man in Bezug darauf gern von einem "Hobby". Wenn der Konzern die Visionen noch umsetzen will, die sein Gründer zu Lebzeiten hatte, muss man aber offenbar tatsächlich mit einem größeren Vorstoß im Fernseh- und Videobereich rechnen, und es scheint Hinweise darauf zu geben, dass die Vorarbeiten dafür schon einige Zeit laufen.

Isaacson schreibt, Jobs habe den dringenden Wunsch verspürt, genau das, was er bei Computern, Musikspielern und Mobiltelefonen getan hatte, auch bei Fernsehgeräten umzusetzen: sie einfach und elegant zu gestalten. "Ich möchte ein integriertes Fernsehgerät schaffen, das völlig simpel zu bedienen ist", soll Jobs dem Buchautor im Interview gesagt haben. "Es würde nahtlos verbunden sein mit all deinen Geräten und mit der iCloud." Anwender sollten es auch nicht länger mit funktionsüberladenen Fernbedienungen für DVD-Abspielgeräte und Kabelfernsehempfänger zu tun haben – Steve Jobs wollte ihnen die einfachste Bedienoberfläche bieten, die man sich vorstellen könne. "I finally cracked it’”, habe er gesagt.

Gerüchte über ein Apple-Fernseherprojekt kursierten bereits Monate vor Jobs' Tod und fanden ihren Niederschlag etwa in einem Artikel des Wall Street Journal. Dazu passte auch das im Juli kolportierte Interesse des Elektronikkonzerns für das Online-Videoportal Hulu. (psz)