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Bison: Börse Stuttgart bringt App für Kryptogeldhandel

Besonders einsteigerfreundlich soll der Kryptogeldhandel mit der neuen App Bison werden. Dahinter steht die Börse Stuttgart.

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Bison: Börse Stuttgart bringt App für Kryptogeldhandel

(Bild: Börse Stuttgart)

Mit ihrer neuen Handelsapp Bison will die Börse Stuttgart den Kryptogeldhandel massentauglich machen. Derzeit können Bitcoin, Ether, Litecoin und Ripple ge- und verkauft werden. Weitere Kryptowährungen sollen noch folgen. Die Anwendung gibt es zunächst nur für Android und iOS, eine Desktopversion sowie ein Browserzugang für den Dienst seien derzeit noch in Arbeit.

Der Handel ist täglich von 6:00-24:00 Uhr möglich und auf 50.000 Euro pro Order begrenzt. Höhere Summen muss man auf mehrere Aufträge verteilen. Die Kryptogeldguthaben werden für die Nutzer verwahrt, auf Wunsch könne man sie auch auf eigene Wallets transferieren. Die Auszahlung könne aber bis zu drei Werktage dauern, heißt es in den FAQs.

Die Einzahlung bestehender Kryptogeldguthaben ist derzeit noch nicht möglich – man kann also über Bison nur verkaufen, was man dort erworben hat und sich nicht auszahlen ließ. Die Verwahrung der privaten Schlüssel fürs Kryptogeld übernimmt eine Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart namens Blocknox GmbH.

Die Bison-App bietet nach Registrierung mit Mail-Adresse zunächst nur einen Demo-Modus, in dem man mit Spielgeld testweise handeln kann. Wer mit Echtgeld handeln will, muss sich noch per Video-Ident verifizieren. Das Handelskonto bei Bison, geführt über die Solaris Bank, lässt sich mit Sepa-Überweisung vom Girokonto bestücken. Pro Überweisung können 20.000 Euro eingezahlt werden, monatlich maximal 200.000 Euro. Die Euroguthaben sind mit gesetzlicher Einlagensicherung geschützt.

Dabei ist Bison keine Börse im engeren Sinne, die handelswillige Nutzer zusammenführt und Gebühren von diesen nimmt. Stattdessen agiert die Börse Stuttgart mit ihrer Tochterfirma Euwax AG als Handelspartner, der kontinuierlich Kryptogeld an die Nutzer verkauft und von ihnen kauft. Über die Spanne zwischen den Kauf- und Verkaufskursen will Bison dabei Geld verdienen. Die Kurse sollen sich an den Referenzpreisen verschiedener Börsen orientieren.

Zusätzlich zum Handel bietet die App auch einen sogenannten "Cryptoradar“ an, der einen Überblick über die Stimmungslage in der Kryptogeldszene bringen soll. Dafür werden eigener Aussage nach von einer künstlichen Intelligenz täglich Tweets auf Twitter ausgewertet. Das soll eine Art Stimmungsbild ergeben, das in einer simplen Grafik dargestellt wird.

Lange Zeit kamen Kryptogeldnutzer, die einen Handelsanbieter aus Deutschland haben wollten, nicht um Bitcoin.de herum. Der in Herford beheimatete Handelsplatz hat kein automatisches Handelssystem, das Verkäufer und Käufer direkt zusammenbringt – man sucht sich sein Gegenüber manuell aus. Zumindest für den bequemen Kryptogeldkauf hat man mit Bison nun eine heimische Alternative – für den Verkauf bestehender Guthaben oder gar ernsthaftes Trading aber nicht. Ebenfalls zur Auswahl steht noch das vergangenen Dezember an den Start gegangene „Blockchain-Banking“ des Berliner Startups Bitwala. (axk)

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