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BitTorrent produziert erste eigene Serie

Die Peer-to-Peer-Plattform will im kommenden Jahr mit "Children Of The Machine" ihre erste eigene Webserie veröffentlichen; ähnlich wie bei Netflix sollen alle Episoden auf einmal verfügbar sein.

BitTorrent produziert erst eigene Serie

Poster zu "Children of the Machine"

(Bild: BitTorrent)

BitTorrent ist sicherlich hinreichend für die Verbreitung von Fernsehserien bekannt; das aktuelle Projekt des Peer-to-Peer-Netzwerks dürfte dennoch für einige Aufmerksamkeit sorgen: Im kommenden Jahr soll im Rahmen des Programm "Bundles" hierüber nämlich erstmals exklusiv eine Serie zum Download angeboten werden. Dies berichtet die Branchenseite "Adweek".

Die Pilotfolge von "Children of the Machine" soll dabei kostenlos verfügbar sein, bei den übrigen sieben Episoden soll der Zuschauer die Wahl haben zwischen einer kostenlosen Fassung mit Werbung und einer Version für rund 5 US-Dollar ohne. Für rund 10 Dollar gibt es obendrein Bonusmaterial. Nach der Veröffentlichung der Pilotfolge sollen die übrigen Episoden auf einmal verfügbar sein; ähnlich wie bei Amazon Instant Video und Netflix.

Poster zu "Children of the Machine"

(Bild: BitTorrent)

Bei "Children of the Machine" handelt es sich um eine von Marco Weber ("Igby Goes Down", "The Thirteenth Floor") produzierte Science-Fiction-Serie, die im Jahre 2031 angesiedelt ist. Nachdem die Androiden die Herrschaft übernommen haben, kämpft die Menschheit ums Überleben.

"Children of the Machine" ist BitTorrents erste eigene Serie, aber nicht das erste kostenpflichtige Projekt des "Bundles"-Programms: Im September war das neue Solo-Album von Radiohead-Sänger Thom Yorke "Tomorrows Modern Boxes“ auf diesem Weg veröffentlicht worden. Nach einer Kostprobe von einem Song und dem dazugehörigen Video mussten Fans 6 US-Dollar per Paypal oder Kreditkarte zahlen, um das gesamte MP3-Album als Torrent herunterladen zu können.

Bittorrent stellte die Bundles im Mai vergangenen Jahres vor, im September 2013 begann der Alpha-Test. An Selbstvermarktung interessierte Künstler und Inhalteanbieter sollen so ein Bündel aus beliebigen Mediendateien schnüren können, um es über das Peer-to-Peer-Netzwerk der Öffentlichkeit anzubieten. Dabei lässt sich einstellen, ob die Inhalte kostenlos oder gegen eine Entlohnung heruntergeladen werden können. Bei der Entlohnung kann es sich um eher symbolische Gegenleistungen wie die Eintragung in eine Mailing-Liste oder Facebook-Likes handeln – oder eben um ein "Paygate“, das handfeste Zahlungen erforderlich macht.

Yorke war offenbar der erste Künstler, der die Bundles zur Monetarisierung nutzt – 90 Prozent des Erlöses sollen dabei an ihn gehen, Bittorrent streicht 10 Prozent ein. Dieser Deal soll auch bei der ersten Serie gelten. (nij)

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