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Bitcoin-Börse Bitfinex entschädigt Nutzer nach Hack

Ihren Millionenverlust aus einem Hack hatte die Bitcoin-Börse Bitfinex auf ihre Kunden umgelegt und Teile von deren Guthaben in eine Art digitalen Schuldschein umgewandelt. Nun hat die Börse diese wieder zurückgekauft.

Bitcoinbörse Bitfinex entschädigt Nutzer nach Hack

Die Hongkonger Bitcoin-Börse Bitfinex hat ihre von einem letztjährigen Hack betroffenen Nutzer offenbar entschädigen können. Die Börsenbetreiber haben nach eigenen Angaben nun das letzte der "BFX“ genannten digitalen Tokens aufgekauft, mit dem sie den massiven Geldverlust auf die Nutzer umgelegt hatten. Bitfinex hatte damals bei jedem Kontoinhaber 36 Prozent des Guthabens in die Tokens umgewandelt, die als eine Art Anrecht auf spätere Rückzahlung dann ihrerseits auch wieder auf der Börse gehandelt werden konnten.

Insgesamt soll sich der damalige Verlust auf 119.756 Bitcoins belaufen haben, zum Zeitpunkt des Hacks im August waren das rund 63 Millionen Euro, derzeit läge der Wert bei knapp 127 Millionen Euro. Bitfinex gab die Tokens nach dem Hack mit einem Wert von einem US-Dollar pro BFX-Einheit an die Nutzer aus. Der Rückkauf erfolgte laut Mitteilung der Börse nun ebenfalls in dieser Höhe. Die Tokens wurden 2016 laut Bericht des Fachdienstes Coindesk zu Preisen zwischen 49 bis 65 US-Cent gehandelt, Ende März seien sie bis auf 89 Cent geklettert. Nutzer, die schon vorher zu diesen Preisen verkauft hatten, haben so natürlich Verluste eingefahren.

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Bitfinex hat die Rückkauf-Aktion der Mitteilung nach aus eigenen Reserven bestreiten können – eine Kapitalerhöhung sowie Rekordeinnahmen aus hohen Handelsvolumina sollen das möglich gemacht haben. Die Betreiber danken alle Nutzern für ihre Geduld. Die aufgekauften Tokens sind bereits vernichtet, der Handel damit eingestellt, erklärte man laut Coindesk.

Um sich vor Hacks und kreativer Vergemeinschaftung von Schäden zu schützen, sollten Nutzer generell eine einfache Regel beherzigen: Guthaben möglichst nie auf einer Bitcoin-Börse lagern, sondern nach erfolgtem Handel immer auf normalen Bankkonten und eine Kryptogeld-Wallet unter eigener Kontrolle transferieren. Börsen für Kryptowährungen sind ein beliebtes Ziel für Hacker – und wie unzählige Fälle in der Vergangenheit leider gezeigt haben, ist die Sicherheitsinfrastruktur der Anbieter dem nicht immer gewachsen. (axk)

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