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Bitcoin, Ether & Co.: Drastischer Kursrutsch bei Kryptowährungen

Der Bitcoin sank kurzzeitig auf unter 6000 US-Dollar, andere Kryptowährungen gingen noch auf tiefere Talfahrt.

Bitcoin

(Bild: dpa, Jens Kalaene)

Im Handel mit Kryptowährungen haben sich die jüngsten Kursverluste am Dienstag fortgesetzt. Neben dem Bitcoin kam es auch zu einem Ausverkauf bei fast allen bekannteren Digitalwährungen wie Ether, Ripple oder IOTA. Am Morgen fiel der Kurs des Bitcoin laut Daten von Coinmarketcap unter 6000 US-Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit Juni.

Insgesamt liegt Bitcoin wieder bei den Kursen, die Ende vergangenen Oktober verzeichnet wurden, bevor die große Rallye einsetzte, die die Währung Ende Dezember bis auf fast 20.000 US-Dollar hochpeitschte. Ein kurzfristiger Stand über 8000 US-Dollar zum Ende Juli brachte nicht den erhofften nachhaltigen Ausbruch nach oben.

Ether, die Währung der Kryptoplattform Ethereum, büßte ebenfalls heftig ein und liegt mit derzeit rund 268 US-Dollar wieder bei Kursen vom vergangenen September. Ripple ist mit 0,26 US-Dollar bei unter einem Zehntel seines Rekordhochs vom Januar angekommen. Ähnlich drastisch sieht es bei der auf IoT-Anwendungen zielenden Währung IOTA aus: Die halbierte sich im Wert binnen eines Monats auf derzeit 0,43 US-Dollar – und liegt ebenfalls unter einem Zehntel des im Dezember erzielten Rekordhochs.

Was die derzeitige Talfahrt antreibt, lässt sich bei einem weltweiten Markt nur schwer sagen. Zahlreiche Beobachter stellen einen Zusammenhang zur ausstehenden Genehmigung von börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) in den USA her, die die zuständige Aufsicht SEC auf Ende September verschoben hat. Deutlich wird jedenfalls zum erneuten Male, dass die Kryptowährungen eher kein differenzierter Markt sind: Fällt der Bitcoin, stürzt auch der Rest der digitalen Münzen ab.

Wegen der Talfahrt der Preise hat sich die Marktkapitalisierung der Digitalwährungen zuletzt stark verringert. Den aggregierten Marktdaten von Coinmarketcap zufolge liegt diese derzeit bei rund 195 Milliarden US-Dollar. Im Januar hatte sie in der Spitze noch bei über 800 Milliarden US-Dollar gelegen.

Immerhin ist extreme Volatilität nicht nur ein Problem der Kryptowährungen: Die türkische Lira übersteigt bei den Wertschwankungen sogar den Bitcoin, wie der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg errechnete. Im Zuge der extremen Wertverluste der Landeswährungen soll Berichten nach auch bereits die Nachfrage an den Bitcoinbörsen erheblich ansteigen. Der derzeit eskalierende Handelsstreit zwischen der Türkei und den USA könnte das noch verschärfen. (axk)

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