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Bitcoin.de kooperiert mit der Fidor-Bank

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Der Bitcoin-Marktplatz Bitcoin.de hat eine Kooperation mit der deutschen Online-Bank Fidor vereinbart. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, soll die Kooperation Fidor-Kunden ermöglichen, Bitcoins über den Online-Marktplatz zu kaufen – und Bitcoin.de-Kunden sollen ihre Geschäfte schneller mittels Fidor-Konten abwickeln können. Das ist die erste Zusammenarbeit dieser Art in Deutschland.

"Im Zuge der Kooperation mit der Fidor Bank werden unsere Kunden in den nächsten Wochen die Möglichkeit erhalten, über ein kostenloses FidorPay-Girokonto Bitcoins nahezu in Echtzeit auf bitcoin.de zu handeln“, führte Bitcoin.de-Chef Oliver Flaskämper dazu aus. Echtzeit heißt allerdings nicht, dass es sich um ein automatisiertes Handelssystem einer Börse handelt. Bitcoin.de soll nach wie vor seinen Charakter als Plattform behalten, die Käufer und Verkäufer direkt zusammenbringt, wie Flaskämper gegenüber heise online erklärte. Allerdings könnte sich der Handel durch die Nutzung der Fidor-Konten dank schneller Überweisungen erheblich beschleunigen. Momentan könne ein abgeschlossener Bitcoin-Kauf auf Bitcoin.de laut Flaskämper durchaus mal ein bis drei Tage dauern.

Die Kooperation soll allerdings erst starten, wenn die deutsche Bankenaufsicht BaFIN ihr Plazet gegeben hat. Laut Bitcoin.de-Chef Oliver Flaskämper sei eine BaFIN-Erlaubnis für diese Kooperation eigentlich nicht nötig, da die Fidor Bank das sogenannte Haftungsdach stelle und Bitcoin.de sich auf seine Rolle als Vermittler beschränke. Dennoch wolle man lieber abwarten, falls seitens der Regulierer noch Änderungswünsche kämen. In jüngster Zeit hatten verschiedene Bitcoin-Börsen mit regulatorischen Problemen zu kämpfen, etwa Mt. Gox in den USA. Die Börse Bitcoin24 stand in Deutschland und Polen sogar unter Geldwäscheverdacht.

Zukünftig wolle Bitcoin.de auch einen eigenen Zahlungsdienst im Stile von Bitpay anbieten, der Händlern Geschäftsabwicklungen mit Bitcoin ermöglichen soll. Dafür sei dann eine BaFIN-Lizenz nötig. Um alle Anforderungen zu erfüllen, werde man wohl noch bis 2014 brauchen, sagte Flaskämper. Eine Börse mit automatischem Handelssystem wäre dann der nächste Schritt. Der 2011 gegründete Online-Marktplatz Bitcoin.de hat laut eigenen Angaben derzeit rund 70.000 Kunden. (axk)

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