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Bitcoin trotz Hackerattacken auf nächstem Rekordhoch

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Das dezentrale Digitalgeld Bitcoin hat trotz Sicherheitslücken und Warnungen vor einer Spekulationsblase das nächste Rekordhoch erklommen. Auf der Handelsplattform Mt.Gox kostet ein Bitcoin zur Stunde rund 194 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung in US-Dollar ist laut Zählung von Bitcoincharts.com inzwischen über die Marke von 2 Milliarden geklettert, Ende März war die Grenze von einer Milliarde erreicht worden. Vor einem Jahr hatte das virtuelle Zahlungsmittel noch bei fünf US-Dollar Wechselkurs notiert.

Steiler Anstieg: Der Bitcoin-Wechselkurs in US-Dollar auf Mt. Gox.

(Bild: Bitcoincharts.com)

Der Hype ist mittlerweile so heftig, das auch andere virtuelle Währungen mitgerissen werden. So notiert der Litecoin, der ganz ähnlich dem Bitcoin dezentral auf Rechnern erzeugt und ohne Banken für Transaktionen verwendet werden kann, an der russischen Börse BTC-E mit einem Tauschwert von rund 4,50 US-Dollar. Im März wurde diese Bitcoin-Alternative noch deutlich unter einem US-Dollar gehandelt.

Höhenflug im Windschatten des Bitcoin: Der Kurs der virtuellen Währung Litecoin in US-Dollar auf BTC-E.

(Bild: LTC-Charts.com)

Die Chancen, dass die große Bitcoin-Rally weitergeht, stehen zumindest kurzfristig gut - die Nachfrage ist derzeit so groß, dass die Betreiber der wichtigsten Bitcoin-Börse Mt.Gox mit dem Eröffnen neuer Konten kaum nachkommen. Tausende Nutzer sollen auf die Verifizierung ihrer Konten bei Mt.Gox warten, um dort kaufen und verkaufen zu können. Kritiker sehen allerdings eine Blase, die platzen könnte. "Der Chartverlauf entspricht dem klassischen Muster einer aggressiven Spekulationsblase", sagt Analyst Sebastien Galy von der Großbank Société Générale laut dpa.

Mt.Gox wickelt nach eigenen Angaben etwa 80 Prozent des weltweiten Handelsvolumens ab. Unterdessen kämpft das Portal weiter mit Cyber-Attacken. In der vergangenen Woche sei man Ziel von Hacker-Angriffen geworden, "wie wir sie noch nie gesehen haben". Damit solle die Währung destabilisiert werden, hieß es in einer Mitteilung.

Am Wochenende hatte die Bitcoin-Gemeinschaft weitere unangenehme Neuigkeiten zu verdauen. So wurde bekannt, dass Hacker Rechner von ahnungslosen Nutzern kaperten und dort Schadsoftware installierten, mittels der die gekaperten Rechner zum "Mining", also dem Erzeugen von Bitcoins, benutzt werden. Als Einfalltor sei der Internet-Telefondienst Skype genutzt worden, erklärte der russische Sicherheitssoftware-Spezialist Kaspersky. Attacken aus dem Cyberspace hatten in der vergangenen Woche auch den Dienst Instawallet in die Knie gezwungen, die Bitcoins für Nutzer verwahren soll. (Mit Material von dpa) / (axk)

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