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Bitkom: Industrie 4.0 ist in Deutschland real

Die Vernetzung mit dem Internet könnte laut Bitkom in sechs zentralen Branchen in Deutschland bis 2025 für eine Produktivitätssteigerung in Höhe von bis zu 78,5 Milliarden Euro sorgen.

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Bitkom: Industrie 4.0 ist in Deutschland real

"Welche strategische Bedeutung hat Industrie 4.0 für ihr Unternehmen", lautete eine Frage der Umfrage.

(Bild: bitkom.org)

"Industrie 4.0" ist laut einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom in vielen deutschen Unternehmen keine Zukunftsmusik mehr. Seit etwa drei Jahren habe die Vernetzung mit dem Internet in der klassischen Fertigung "rasant an Bedeutung gewonnen", sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Michael Kleinemeier am Montag auf der CeBIT in Hannover. 43 Prozent der IT-Unternehmen bieten bereits Dienstleistungen und Produkte für Industrie 4.0 an, ergab eine repräsentative Umfrage unter 314 ITK-Unternehmen ab drei Mitarbeitern. Damit hätten sich die Aktivitäten in diesem Bereich innerhalb von drei Jahren fast verdoppelt.

Dem Bitkom zufolge könnte die Vernetzung mit dem Internet in sechs zentralen Branchen in Deutschland bis 2025 für eine Produktivitätssteigerung in Höhe von bis zu 78,5 Milliarden Euro sorgen. Profitieren würden von der Transformation vor allem Branchen wie der Maschinen- und Anlagebau, die Automobilherstellung, Elektrotechnik und die chemische Industrie. "Die fertigenden Unternehmen sind die klassischen Kunden der IT", sagte Kleinemeier. Vor allem aus dem Fahrzeugbau verzeichneten die IT-Unternehmen große Nachfrage.

63 Prozent der Befragten beklagten unterschiedliche Standards als Hemmnis für die digitale Transformation in der Fertigung. So gebe es etwa Schwierigkeiten beim Einbinden vorhandener Maschinen in den Werkhallen. Branchenübergreifende Standards seien aber "essenziell für den Erfolg von Industrie 4.0", sagte Kleinemeier. "Maschinen und Produkte müssen ebenso einfach miteinander kommunizieren können wie Smartphones." (anw)

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