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Bitkom: Mehrheit der deutschen Bevölkerung befürwortet Informatik als Pflichtfach

Schüler müssen mit der geplanten besseren digitalen Ausstattung an Schulen auch umgehen können. Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich deshalb für Informatik als Pflichtfach aus, sagt eine repräsentative Umfrage des ITK-Branchenverbandes Bitkom.

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Computer-Arbeitsplatz in Schule

(Bild: dpa, Friso Gentsch/Symbol)

69 Prozent der befragten Personen in Deutschland haben sich dafür ausgesprochen, Informatik ab der 5 . Klasse als verpflichtendes Schulfach einzuführen ergab eine Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom). Die Befragen mit mehr als 1012 Personen ist laut Bitkom repräsentativ.

Demnach sind rund 61 Prozent der Ansicht, dass das Programmieren in Schulen genauso selbstverständlich im Unterricht vermittelt werden sollte wie Schreiben und Rechnen. Insgesamt 84 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich außerdem dafür aus, dass Schulen den Umgang mit sozialen Netzwerken vermitteln sollten.

Bikom-Präsident Achim Berg wies darauf hin, dass nicht gleich jeder Jugendliche ein Programmierer werden solle oder müsse. Er stellte klar, dass es eine große Mehrheit in der Bevölkerung gibt, die das verpflichtende Erlernen von Informatik und Programmieren in der Schule als Vorbereitung "für das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt" für wichtig hält.

Die neue Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, Dorothee Bär (CSU), hatte vor ihrem Amtsantritt gefordert, Informatik müsse bereits in der Grundschule vermittelt werden und den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen gleichgestellt sein. Außerdem forderte sie den Aufbau von Digital-Gymnasien, die dann einen Ausbildungsschwerpunkt ähnlich wie Sport- oder Musik-Gymnasien hätten.

Die Informatikausbildung in der Schule ist derzeit nur in wenigen Bundesländern wie Bayern, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Würtemberg verpflichtend. (olb)