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Bitkom mit großem Optimismus

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Die Vertreter des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) strahlten heute in München auf der Pressekonferenz großen Optimismus aus. Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2003 habe sich nicht als Strohfeuer, sondern als Trend für 2004 erwiesen, so Verbandspräsident Willi Berchtold. Knapp zwei Drittel der deutschen ITK-Unternehmen rechnen für das laufende Jahr mit steigenden Umsätzen, bereits im ersten Quartal berichteten gut 70 Prozent der Unternehmen steigende oder stabile Umsätze. "Es herrscht zwar keine Euphorie, aber die Branche hat zu einem gesunden Selbstvertrauen zurückgefunden", so Berchtold.

Auch wenn die IT-Hardware weiterhin die geringsten Wachstumszahlen zeige, habe gerade dieser Bereich, der in der Vergangenheit als Sorgenkind der Branche galt, die Trendwende geschafft. Gut im Geschäft liegt der Software-Sektor ebenso wie der Mobilfunk, dabei auch die Mobiltelefone sowie die Telekommunikationsdienste im Festnetz.

Gewohnt kritisch äußerte sich der Bitkom-Präsident zur rot-grünen Regierungspolitik und dem "zerfahrenen Bild, das die Bundesregierung zurzeit bietet", der Reformeifer des letzten Jahres habe Hoffnungen bei Verbrauchern und Unternehmen geweckt, die sich aber offenbar nicht erfüllten. Berchtold bezeichnet die Politik als das größte Wachstumshemmnis. Im Gegensatz zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet der Verband keinen Konjunktureinbruch zum Jahresende, zwei Drittel der Unternehmen sehen aber nach der jüngsten Bitkom-Umfrage in der Politik das größte Wachstumshemmnis.

Die Kritik an der Gesundheitsreform verband Berchtold, der neben seiner Position als Präsident des Bitkom auch Vorsitzender der Geschäftsführung bei Giesecke & Devrient ist, mit einer Forderung nach der elektronischen Gesundheitskarte, die sowohl Kosten einsparen soll als auch den Datenschutz verbessern solle. (Rainald Menge) (tol)