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Bitte anschnallen: Nintendos Spielkonsole Wii startet in Europa

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Nintendos neue Spielkonsole Wii konnte bereits im Vorfeld viele Vorschusslorbeeren einheimsen. Statt auf protzige Prozessorleistung setzt sie auf eine intuitive Bewegungssteuerung, die vor allem Neulinge vor den Bildschirm locken soll. Hochauflösende Grafiken und multimediale Fähigkeiten sucht man indes vergeblich.

Mit ihren Grundfunktionen kann die Wii überzeugen. Die Fernbedienung hat einen fast unwiderstehlichen "das will ich mal ausprobieren"-Charakter, dem man sich nur schwer entziehen kann. Dabei ist die Steuerung erstaunlich exakt und – bei richtiger Implementierung – sehr ergonomisch. Man sollte nur nicht allzu wild in der Gegend herumfuchteln und zerbrechliche Gegenstände zuvor aus der Gefahrenzone räumen. Auch die geringe Stromaufnahme und die leisen Lüftergeräusche gefallen. Die Grafikfähigkeiten reichen für Röhrenfernseher mit Standardauflösung aus. Alles in allem entspricht die Rechenleistung der Hardware in etwa der der ersten Xbox, allerdings ist die Stromaufnahme deutlich geringer. Im Standby verbraucht die Wii 2 Watt, im Betrieb rund 18 Watt – gerade einmal ein Zehntel der Playstation 3.

Wii wird dann erfolgreich sein, wenn Nintendo es wie bei der DS-Taschenkonsole schafft, neue, einfache Spielkonzepte zu entwerfen, mit denen sie Menschen ansprechen, die bisher noch nie über den Kauf einer Konsole nachgedacht haben. "Wii Sports" ist hier ein erster Ansatz. Das bereits auf Messen präsentierte "Wii Music" wäre ein weiterer Schritt. Doch Nintendo darf nicht vergessen, dass Neulinge und Gelegenheitsspieler meistens nicht bereit sind, 50 Euro oder mehr für ein Videospiel auszugeben. Aber die Umsätze und Gewinne der Japaner sehen derzeit ja mehr als rosig aus, sodass bei nachlassendem Interesse noch genügend Spielraum bleibt, um die Preisschraube nachzujustieren.

Details zur Wii und den verfügbaren Spielen sowie den ausführlichen Testbericht bringt der Online-Artikel in c't Hintergrund:

(jk)