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BlaBlaCar: Mitfahrdienst lässt Passagiere auf der Route abholen

BlaBlaCar erweitert sein Angebot, um potenzielle Passagiere auf einer Fahrtroute einzusammeln. Autohersteller testen ähnliche Angebote mit eigenen Fahrzeugen.

App BlaBlaCar

Das Hauptgeschäft von BlaBlaCar ist, Privatleute per Smartphone-App mit ihren Autos und Mitfahrer zusammenzubringen.

(Bild: dpa, BlaBla/blaBlaCar)

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Der Mitfahrdienst BlaBlaCar will sein Geschäft dadurch erweitern, dass Passagiere auch entlang der Fahrtroute mitgenommen werden können. Der Algorithmus dafür werde seit Januar in Frankreich getestet und solle in drei Wochen auch in Deutschland eingeführt werden, sagte BlaBlaCar-Chef Nicolas Brusson der dpa. Dem Fahrer werde dabei angezeigt, wie lang der Umweg wäre, um einen potenziellen Passagier mitzunehmen. In Frankreich seien so zuletzt in einem Monat 100.000 Mitfahrer mitgenommen worden. "Wir glauben, dass Deutschland ein sehr guter Markt dafür ist: Es gibt ein dichtes Straßennetz und man fährt an vielen Orten vorbei", sagte Brusson.

Die Volkswagen Tochter Moia in Hannover, mit Blick auf Hamburg ab 2019, und Ford in Köln testen bereits ähnliche Modelle als Mobilitätsdienstleister. Fahrgäste können bei Moia per App Fahrzeuge zu einer virtuellen Haltestelle bestellen. Ein Algorithmus berechnet dann die Fahrtroute mit weiteren Fahrgästen auf der Strecke. Ford will mit den Kölner Verkehrsbetrieben Transit-Busse vor allem in den Abendstunden und am Wochenende einsetzen, Tests dazu laufen bereits in London.

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BMW und Mercedes wiederum legten ihre Carsharing-Dienste DriveNow und Car2Go zusammen, um nicht von Firmen wie Uber oder Didi Chuxing zu reinen Zulieferern degradiert zu werden, wie Branchenexperte Stefan Bratzel erklärt. "Wir erleben einen Paradigmenwechsel der Industrie – Autokauf und -besitz sind nur noch eine Option."

Der BlaBlaCar-Chef bestätigte, dass die Abschaffung von Barzahlungen in Deutschland vor gut zwei Jahren das Geschäft gebremst hatte. "Wir wussten, dass es in Deutschland eine große Affinität zum Bargeld gibt, wir haben unterschätzt wie stark sie ist." Nachdem die Barzahlung im April wieder eingeführt wurde, habe rund die Hälfte der Fahrer sofort wieder von der Möglichkeit Gebrauch gemacht. "Auch Fahrer, die wir durch den Übergang zu Onlinezahlungen verloren haben, kehren zum Teil zurück."

Das Hauptgeschäft von BlaBlaCar ist, Privatleute mit ihren Autos und Mitfahrer zusammenzubringen. In einigen Regionen wie zum Beispiel Lateinamerika will BlaBlaCar aber auch als Vermittler von Sitzen in Linienbussen wachsen. Dafür wurde der separate Bereich BlaBlaCar Pro eingerichtet. Er könne sich vorstellen, dass etwa in Lateinamerika dieser neue Service rund die Hälfte des Geschäfts ausmachen könnte: Der Markt für Busdienste ist stark fragmentiert und die Anbieter haben zu großen Teilen noch kein eigenes Online-Geschäft. Auch in Frankreich habe BlaBlaCar während der jüngsten Bahnstreiks die Busse füllen können. Ob die Firma in Europa generell in das Geschäft einsteigen sollte, müsse aber noch sehen, weil es starke Bus-Dienste mit eigenem Online-Geschäft gebe. (mit Material der dpa) / (bme)

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