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BlackBerry Key2: Android-Smartphone mit Hardware-Tastatur

Das BlackBerry Key2 merzt so manche Schwachstellen seines Vorgängers aus und nutzt das Potenzial der Hardware-Tastatur unter Android noch besser aus.

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BlackBerry Key2: Android-Smartphone mit Hardware-Tastatur

Das BlackBerry Key2 hat als einziges Android-Smartphone eine feste Tastatur auf der Vorderseite.

(Bild: BlackBerry Mobile)

Nach dem gelungenen Neustart der BlackBerry-Smartphones mit dem KeyOne und dem Motion soll das BlackBerry Key2 den Durchbruch unter Markeninhaber TCL bringen. Wie bisher teilt sich beim Android-Smartphone ein 4,5-Zoll-Display die Vorderseite mit einer Hardware-Tastatur, doch der Nachfolger bekommt außer schnellerer Hardware auch zahlreiche praktische Verbesserungen.

Da wäre zuallererst die vergrößerte Tastatur mit nun 20 Prozent größeren Tasten, die stärker konturiert wurden, damit der Nutzer auch blind leichter die richtigen Buchstaben trifft. Beim ersten Ausprobieren während der Präsentation war auch das versprochene verbesserte Tippgefühl zu spüren, die Tasten überzeugen mit einem klareren Druckpunkt.

Eine neue matte Tastatur-Oberfläche erleichtert allgemein die Lesbarkeit und die Hintergrundbeleuchtung wurde überarbeitet. Die Tastatur reagiert weiterhin auch kapazitiv auf bloße Berührungen mit dem Finger, sodass wie auf Software-Tastaturen Wörter zusammengewischt werden können. Zudem füllt die letzte Tastenreihe nun die komplette Gehäusebreite und kann für Gesten besser mitbenutzt werden.

In der Leertaste versteckt sich wie gehabt der Fingerabdruckscanner. Daneben befindet sich die Speed-Taste. Wird die zusammen mit einem Buchstaben gedrückt, startet die damit verknüpfte App. Bislang war das Öffnen von Apps nur vom Startbildschirm aus möglich, beim Key2 funktioniert das auch aus laufenden Programmen heraus.

Um Platz für die größere Tastatur zu schaffen, wandert das Display ein Stück nach oben, misst aber weiterhin 4,5 Zoll in der Diagonale mit einem Seitenverhältnis von 3:2 und 1620 × 1080 Pixel. Als Prozessor kommt der Mittelklasse-Chip Snapdragon 660 mit 6 GByte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Je nach Modell fasst der interne Speicher 64 oder 128 GByte, ein MicroSDXC-Slot für mehr Speicher steht zur Verfügung. Die Dual-Kamera mit 12 Megapixeln auf der Rückseite ermöglicht einen zweifachen optischen Zoom.

BlackBerry Mobile verspricht zwei Tage Laufzeit mit einer Akkuladung bei mäßiger Nutzung. Der aufgebohrte Energiemanager soll nicht nur für längere Laufzeiten sorgen, er schlägt etwa bei anstehenden Meetings auch vor, das Smartphone noch mal vorher zu laden, wenn der Akku bis dahin nicht reicht.

Das Key2 ist einen Millimeter dünner und 12 Gramm leichter als der Vorgänger geworden. Beim ersten Anfassen lag es trotz kantigem Gehäuse bequemer in der Hand. Das Alugehäuse und die anschmiegsame Soft-Touch-Rückseite sind geblieben. Der Power-Knopf wandert auf die rechte Seite und ist nun geriffelt. Das behebt den wohl nervigsten Aspekt des KeyOne, die Verwechselung der Schnellstarttaste mit dem Einschalter. Die Taste ist zwar weiterhin vorhanden, aber man trifft sie kaum noch versehentlich.

Das Key2 setzt auf eine zwar weiterhin unverkennbare, aber dezentere BlackBerry-Optik. So fehlen gegenüber dem Vorgänger etwa die auffällige Zierleisten zwischen den Tasten oder der breite Alustreifen auf der Rückseite. Zudem wird es zusätzlich zum Modell in Silber von Anfang an eine komplett in schwarz gehaltene Version geben.

BlackBerry Key2 (11 Bilder)

In etwas auffälligerem Silber und dezentem Schwarz wird es das Key2 geben.
(Bild: asp)

Auf dem Gerät läuft Android 8, das regelmäßig Updates bekommen soll. Wie schnell und ob neue Android-Versionen folgen, wollte der Hersteller nicht beantworten. Als Teil von Googles Enterprise-Programm sind aber Sicherheitsupdates in jedem Fall garantiert.

Die stark veränderte Oberfläche mit zahlreichen Erweiterungen von BlackBerry soll für zusätzliche Sicherheit sorgen. Wieder mit dabei ist die DTEK-Software, das die Gesamtsicherheit des Geräts bewertet und vor möglichen Gefährdungen warnen soll. Mit Locker gibt es eine Containerlösung, in der Apps und private Verzeichnisse vor dem Zugriff durch andere Personen, aber auch etwa Cloud-Dienste geschützt werden können.

Die kleine Speichervariante des Key2 gibt es für 650 Euro, die große kostet 50 Euro mehr und unterstützt zwei SIM-Karten. Da die Dual-SIM-Skepsis bei den deutschen Providern nachlässt, soll es die sogar bei einigen Mobilfunkanbietern mit Vertrag geben. BlackBerry plant, das Key2 Ende Juni in den Handel zu bringen.

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(asp)