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BlackBerry beginnt den Z3-Vorverkauf in Indonesien

Groß wie ein Z30, aber deutlich billiger bei geringerer Hardware-Ausstattung - damit will BlackBerry in Indonesien die Kunden bei der Stange halten. Im traditionell starken BlackBerry-Markt mussten die Kanadier zuletzt deutlich Federn lassen.

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Die Zusammenarbeit zwischen BlackBerry und dem chinesischen Hersteller Foxconn zeigt erste Früchte. In Indonesien können Kunden ab sofort den Z3 vorbestellen, ein 5-Zoll-Touchgerät ohne Tastatur. Offiziell wird das Gerät am 13. Mai in Jakarta vorgestellt. Der Z3 wird mit BlackBerry 10.2.1 und minimaler Ausstattung geliefert. 8GByte Speicher und 1.5 GB RAM, weniger geht nicht mit diesem Betriebssystem. Auf den PlayBooks mit 1 GByte RAM hatten die Kanadier das Betriebssystem nicht zum Laufen gebracht.

Durch die Fertigung bei Foxconn will BlackBerry nicht nur preiswertere Geräte anbieten, sondern auch das Inventar-Risiko los werden. In der Vergangenheit hatten sich die Kanadier mehrfach grob verschätzt und mussten große Abschreibungen für das PlayBook und den Z10 vornehmen. Für die neuen Geräte trägt nun Foxconn dieses Risiko.

Das BlackBerry Z3

(Bild: BlackBerry Limited)

Der Z3 wurde speziell für Indonesien entwickelt, ein Markt, in dem BlackBerry traditionell stark ist, vor allem mit billigen Tastaturgeräten wie dem BlackBerry Curve. Die neue Plattform mit BlackBerry 10 war für diesen Markt schlicht zu teuer.

Die geringe Speicherausstattung ist nicht der einzige Kompromiss, die BlackBerry eingeht, um den Preis unter 200 US-Dollar zu drücken. So weicht auch die Displayauflösung ab: statt 1280x720 Pixeln wie bei den anderen Touch-Geräten hat das Z3 nur 960x540. BlackBerry bricht damit ein Versprechen, das den Entwicklern bei der Auslieferung von BlackBerry 10 eine begrenzte Anzahl von Auflösungen zusicherte.

Das Design des Z3 lässt sich mit dünn, groß, eckig beschreiben. Die Rückseite ist wie beim Z10 weich und gummiert und unterscheidet sich damit vom Premium-Design mit Carbon-artigen Deckeln wie beim Z30 oder Q10. Die Kameraauflösung sinkt von 8 auf 5 Megapixel. Wie beim Z30 ist der Speicher mit MicroSD-Karten erweiterbar. Der Akku ist fest verbaut und kann vom Kunden nicht getauscht werden.

Der Z3 wird in Indonesien in einer Sonderedition "Jakarta" angeboten. Ob er auch nach Deutschland kommt, ist derzeit noch nicht bekannt. (vowe)