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BlackBerry ergänzt BES12 um umfangreiche Services

Mit der neuen BES-Plattform führt BlackBerry eine Reihe von neuen kostenpflichtigen Optionen ein. Anwender können ihre Smartphones zur Zwei-Faktor-Authentisierung, für die Anmeldung an VPNs oder in BBM Meetings nutzen.

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(Bild: Volker Weber)

Blackberrys neue Plattform BES12 verwaltet Applikationen und Inhalte auf Endgeräten der wichtigsten Mobilplattformen, einschließlich Android, iOS und Windows Phone. Überraschenderweise kündigt BlackBerry an, dass sie ab Anfang 2015 Samsung KNOX unterstützen werden. Bisher war BlackBerry stets bemüht, KNOX als eine unsichere Lösung darzustellen. Offensichtlich haben sich die Kanadier nun dem Druck des Marktes gebeugt. Auch mit Salesforce will BlackBerry in Zukunft gemeinsame Lösungen anbieten.

Mit BlackBerry Blend stellen die Kanadier einen Remote-Zugriff auf BlackBerry-Endgeräte bereit. Ob von PC oder Mac, Android-Tablet oder iPad, stets hat man Zugriff auf seine Mails, BBM-Nachrichten, Kalender, aber auch auf Dateien des BlackBerry, etwa die Fotos. Verbunden werden die Geräte über USB, Wifi oder das Mobilfunknetz. Man kann also vom Sofa aus seinen BlackBerry auch dann nutzen, wenn in der Aktentasche oder auch im Büro bleibt. Da BlackBerry-Smartphones eine gesicherte Verbindung ins Unternehmensnetz unterhalten, greift man dabei auch auf Dateien des Unternehmens zu. Administratoren, denen angesichts Blend die Haare zu Berge stehen, seien beruhigt. Das Feature muss explizit auf dem BES eingeschaltet werden.

Mit WorkLife for BlackBerry ermöglichen die Kanadier nun die Trennung von geschäftlicher und privater Nutzung. Einem persönlichen Gerät lässt sich eine Geschäftsnummer hinzufügen oder einem firmeneigenen eine private Nummer. Abgerechnet werden Telefonanrufe, SMS sowie die Datennutzung dann getrennt nach privater und geschäftlicher Nutzung. WorkLife wurde vom britischen Startup Movirtu entwickelt und im September diesen Jahres von BlackBerry übernommen.

Für die zentrale Anmeldung an Applikationen und Cloud-Diensten kündigte BlackBerry ”Enterprise Identity” an, das die Verzeichnisdienste der BlackBerry-Infrastruktur verwendet. Für die Anmeldung an VPNs soll der neue Dienst ”VPN Authentication” eine Zweifaktor-Authentisierung realisieren. Der eine Faktor ist die Kenntnis der Anmeldung am Active Directory oder dem BES, der zweite Faktor ist der Besitz des Smartphones mit Android, BlackBerry 10 oder iOS. Ein Hardware-Token wie es etwa von RSA angeboten wird, kann damit entfallen.

Beim neuen Dienst ”BBM Meetings” bleibt iOS vorerst außen vor. Mit Android- oder BlackBerry-Smartphones, oder mit Windows PCs und Macs können bis zu 25 Teilnehmer an einer Sprach- oder Videokonferenz teilnehmen. Ebenfalls in das BBM-Portfolio gehört das bereits angekündigte BBM Protected, die verschlüsselte Enterprise-Version von BlackBerry Messenger.

BES12 und die zusätzlich zu lizensierenden Optionen wird BlackBerry sowohl für die Installation im eigenen Unternehmen als auch die Nutzung als Cloud-Service anbieten. BBM Protected kostet 2,50 Dollar, BBM Meetings 12,50 Dollar, Blend for Enterprise 2 Dollar und die Zweifaktor-Authentisierung VPN Authentication 3 Dollar, jeweils pro Benutzer und Monat. (vowe)