Menü

BlackBerrys Umbau schreitet voran

Das Hardware-Geschäft der Kanadier bleibt mau. Derweil treibt BlackBerry CEO John Chen den Umbau zu einem Anbieter von Software und Dienstleistungen an. Nun starten die Kanadier eine eigene Cybersecurity-Beratung.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 50 Beiträge
Blackberry

(Bild: dpa, Stephen Morrison)

Einige BlackBerry-Fans hatten vor dem MWC erwartet, dass die Kanadier ihr zweites Android-Handy vorstellen. Erwartet wird das "Vienna", ein Gerät mit fester Tastatur und einen geringeren Preis als das PRIV. Diese Hoffnung sollte sich nicht erfüllen. Immerhin will BlackBerry noch im ersten Quartal bekannt geben, wann sie Android 6.0 liefern können.

Aktuell ist das Hardwaregeschäft weniger im Fokus als der Umbau zu einem Anbieter von Software und Dienstleistungen. Bereits vor einem Monat hatte BlackBerry bekannt gegeben, dass sie die Software von Good erfolgreich integriert haben. Die so genannten Good Secure EMM Suites enhalten dabei BES12 als Management Server, die die sichere Dokumentenverwaltung WatchDox sowie die Good Dynamics Plattform und weitere Good-Komponenten wie Good Work, Good Share, Good Connect und Good Access. Je nach Umfang der Suites bewegen sich die Preise zwischen 3 und 25 US-Dollar pro Monat und Benutzer. Bemerkenswert ist hier, dass BlackBerry die Lizenzierung pro Gerät durch eine pro Benutzer ersetzt.

"Our privacy commitment does not extend to criminals"

BES12 lässt sich auf eigenen Servern oder als SaaS-Cloud nutzen. Zum MWC kündigt BlackBerry nun an, dass BES12 auch im Azure Marketplace bereitsteht. Microsoft-Kunden können den Server damit in ihre bereits bestehende Azure-Cloud integrieren.

Ebenfalls zeitgleich mit dem MWC kündigt BlackBerry die Übernahme der britischen Cybersecurity-Beratung Encription Ltd an, die als Keimzelle eines BlackBerry-eigenen Beratungsbereichs gedacht ist. BlackBerry sieht sich als starker Partner von Regierungen, Behörden und regulierten Industrien wie dem Finanzsektor. BlackBerry-CEO John Chen hatte bereits im Dezember 2015 einen völlig anderen Ton als Apple-Chef Tim Cook angeschlagen: "Our privacy commitment does not extend to criminals." (vowe)

Anzeige
Anzeige