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BlackBerrys und Smartphones anderer Hersteller gemeinsam verwalten

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Unter Admins gilt der BlackBerry bislang als sicheres und einfach zu verwaltendes Kommunikationsmittel. Alle Aspekte der eingesetzten Geräte sind durch hunderte von Richtlinien einstellbar. Zentraler Angelpunkt ist dabei der BlackBerry Enterprise Server (BES). Nun rüsten sich die Kanadier mit BlacKBerry Mobile Fusion für eine Zukunft, die weniger einheitlich ist.

BlackBerry Mobile Fusion ist ein Framework und eine Software, die verschiedenste Management-Lösungen unter ein Dach bringt. Sie soll BlackBerry Smartphones, PlayBook Tablets, zukünftige Geräte mit BlackBerry 10 sowie iOS- und Android-Geräte in einer gemeinsamen Admin-Oberfläche vereinen. Hinter Mobile Fusion stehen dann bis zu vier verschiedene Services:

  • Der BlackBerry Enterprise Server steuert jeweils genau ein BlackBerry Smartphone pro Benutzerkonto.
  • BlackBerry Enterprise Server Express ist eine abgespeckte, kostenlose Variante des BES.
  • BlackBerry Device Service steuert PlayBooks und in Zukunft dann die Geräte mit BlackBerry 10. Anders als beim BES kann ein Benutzer mehr als ein Gerät haben. Für Mobile Fusion heißt das, dass sich einem Anwender genau ein BlackBerry Smartphone und zusätzlich mehrere PlayBooks oder BlackBerry-10-Geräte zuweisen lassen.
  • Universal Device Service ist die Komponente, die RIM letztes Jahr mit der Übernahme des deutschen Unternehmens Ubitexx einkaufte. In Mobile Fusion übernimmt sie das Management von iOS- und Android-Geräten.

Gesteuert werden alle diese Services über eine Weboberfläche mit dem Namen BlackBerry Mobile Fusion Studio. Während sich BlackBerry Smartphones komplett OTA (over the air) provisionieren lassen, ist beim PlayBook aktuell noch eine Desktop-Verbindung erforderlich.

Lizenziert wird Mobile Fusion pro Anwender. Die Preise starten bei einmalig 99 US-Dollar oder wahlweise 4 US-Dollar pro Monat. RIM bietet eine 60 Tage gültige Testversion kostenlos an.

Mit Mobile Fusion will RIM eine integrierte Sicht auf die im Unternehmen eingesetzten mobilen Geräte mit einheitlichen Sicherheitsrichtlinien bieten. Windows Phone 7 oder Laptops kommen in dieser Lösung bisher nicht vor. Bei Android und iOS haben sich bereits andere Marktteilnehmer etabliert, sodass Mobile Fusion vor allem für BlackBerry-Kunden in Frage kommt. (vowe)