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Blackberry und T-Mobile USA gehen getrennte Wege

Blackberry will T-Mobile USA die auslaufende Lizenz zum Verkauf seiner Geräte nicht verlängern. Grund ist offenbar eine Werbekampagne, bei der T-Mobile USA Blackberry-Nutzern Rabatte für den Umstieg aufs iPhone bot.

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Smartphone Hersteller Blackberry will seine Geräte künftig nicht mehr über den Mobilfunkanbieter T-Mobile USA vertreiben lassen. Die Verkaufslizenz, die am 25. April dieses Jahres ausläuft, soll nicht erneuert werden, heißt es in einer Mitteilung vom Montag.

Möglicher Anlass dürfte eine im Februar lancierte Werbekampagne von T-Mobile USA sein, die Rabatte für den Umstieg auf ein iPhone 5S anbot und offenbar gezielt Blackberry-Besitzer ansprach. Blackberry-Chef John Chen hatte diese Kampagne recht angesäuert in einem Blogbeitrag kritisiert. Insbesondere stieß er sich daran, dass T-Mobile Blackberry über diese "unangemessene und schlecht konzipierte Marketing-Aktion“ nicht vorab informiert habe.

Von treuen Blackberry-Nutzern hatte es darauf im Netz heftige Proteste gehagelt. T-Mobile-Chef John Legere hatte zwar auf Twitter Besserung gelobt – Blackberry konnte er damit offenbar nicht überzeugen. "Blackberry hatte jahrelang eine gute Geschäftsbeziehung zu T-Mobile. Bedauerlicherweise passen unsere Strategien derzeit nicht mehr zusammen", erklärte John Chen laut der aktuellen Mitteilung. T-Mobile-Kunden, die bereits ein Blackberry besitzen oder noch eines aus den Restbeständen kaufen, sollen aber nach wie vor vollen Kundenservice erhalten.

Allerdings war das Verhältnis der beiden Unternehmen spätestens seit September vergangenen Jahres schwer angeknackst: T-Mobile USA ließ damals verlauten, dass es keine Blackberry-Geräte mehr in den eigenen Läden auf Lager halten wolle – lediglich per Bestellung oder im Online-Shop wurden sie noch verkauft. Grund dafür sei zu geringe Nachfrage gewesen. (axk)