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Blackstone lobt Obermann - KfW begibt neue Wandelanleihe auf T-Aktien

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Der an der Deutschen Telekom beteiligte Finanzinvestor Blackstone lobt Konzernchef René Obermann in höchsten Tönen. "Wir sind mit seiner Arbeit extrem zufrieden", sagte Blackstone-Manager Lawrence Guffey am heutigen Dienstag dem Handelsblatt. "Er ist einer der besten Vorstandschefs, die wir in unseren 50 Portfoliounternehmen haben", sagte Guffey, der bei der Telekom im Aufsichtsrat sitzt. Obermann habe bislang konsequent seine Gewinnprognosen eingehalten.

Blackstone hält seit gut zwei Jahren 4,5 Prozent der Telekom-Aktien, die von der Staatsbank KfW für 14 Euro das Stück abgegeben worden waren. Das Investitionsvolumen von Blackstone belief sich damals auf 2,68 Milliarden Euro – heute ist das Aktienpaket rund 450 Millionen Euro weniger wert. "Natürlich wäre uns ein höherer Kurs lieber", räumte Guffey gegenüber dem Handelsblatt ein, "aber als wir bei der Telekom eingestiegen sind, war uns klar, dass es ein langer Weg werden würde."

Die KfW, die gemeinsam mit dem Bund noch mit 31,7 Prozent an der Telekom beteiligt ist, hat unterdessen die Ausgabe einer neuen fünfjährigen Wandelanleihe auf Stammaktien der Telekom mit einem Volumen von mindestens drei Milliarden Euro angekündigt. Wer die mit 2,875 bis 3,375 Prozent verzinste Anleihe zeichnet, hat später die Option, sich das dem Staat geliehene Geld in T-Aktien zurückzahlen zu lassen. Ob sich das Geschäft selbst mit einer Umtauschprämie von 25 bis 30 Prozent lohnt, steht allerdings in den Sternen.

Für eine ähnliche Wandelanleihe, die vor fünf Jahren begeben wurde und die im August ausläuft, wollen die Investoren jedenfalls Bares sehen: Der jetzige Kurs (rund 11,70 Euro) der Telekom-Aktie liegt deutlich unter dem damals festgelegten Umtauschpreis von 17 Euro. Die KfW, die mit der Ausgabe der Wandelanleihen eigentlich den Privatisierungsprozess der Telekom fördern will, bleibt also weiterhin Eigentümerin der T-Aktien. (pmz)

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