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Blitzschlag in den USA stört Azure Active Directory

Bei Microsofts Cloud-Anmeldedienst Azure AD kam es weltweit zu Problemen. Grund war der Blitzeinschlag in der Nähe eines Rechenzentrums im Süden der USA.

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Gewitter

Ein Gewitter im Süden der USA legte ein Rechenzentrum von Azure lahm. Mit Folgen für den Dienst Azure AD.

(Bild: dpa, Bernd März)

Nutzer von Webdiensten, die Microsofts Authentifizierungsdienst Azure Active Directory zur Anmeldung nutzen, berichteten seit dem 4. September von Problemen mit der Anmeldung. Das betraf auch Office 365 und Visual Studio Teams. Obwohl die Ursache im Süden der USA liegt, traf es auch Nutzer in Europa.

Microsoft hat mittlerweile Details zum Problem und dem Stand der Arbeiten veröffentlicht. Demnach habe ein schweres Unwetter in der Nähe des Azure-Rechenzentrums "South Central US" mit Blitzeinschlägen die automatische Abschaltprozedur ausgelöst. Nach Schwankungen in der Stromversorgung habe es Probleme mit der Kühlung gegeben und das Rechenzentrum sei heruntergefahren worden. Ab dem 4.9. um 11:29 MESZ seien Dienste an diesem Standort nicht verfügbar gewesen.

Der Ausfall führte dazu, dass die Last in anderen Rechenzentren anstieg, die ebenfalls Azure AD bereitstellen. Microsofts Corporate Vice President Alex Simons erklärte das Problem auf Twitter.

Anders als von Simons behauptet, berichteten auch europäische Nutzer von vereinzelten Anmeldeproblemen bei Diensten, die Azure AD nutzen. Mittlerweile ist das Rechenzentrum wieder am Netz, die Arbeiten zur Wiederherstellung des Normalbetriebs weitestgehend abgeschlossen.

Das Azure AD wird nicht nur von Microsofts eigenen Diensten wie Office 365 genutzt. Entwickler von Webanwendungen können den Dienst für ihre Produkte nutzen. Im Juni gab Microsoft bekannt, dass Administratoren in Zukunft Zweifaktor-Authentifizierung nutzen müssen. (jam)