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Blockgröße beim Bitcoin: Miner stimmen erstem Schritt für Protokolländerung Segwit2x zu

Seit langem währt der Streit darüber, wie der Bitcoin mehr Transaktionen schaffen kann. Nun hat sich eine Mehrheit der Miner für den ersten Schritt zu einer Protokolländerung namens Segwit2x entschieden.

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Bitcoin

Wer hat die Digital-Währung Bitcoin erfunden?

(Bild: dpa, Jens Kalaene)

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Der erste Schritt zur Integration einer umfassenden Protokolländerung im Bitcoinnetzwerk ist getan: Das Bitcoin Improvement Proposal (BIP) 91 ist scharf gestellt. Bitcoin-Schürfer haben jetzt eine kurze Karenzzeit bis Sonntag (336 Blöcke) und sollen ab dann ein spezielles Bit in von ihnen erzeugten Blöcken setzen. Damit signalisieren sie Einverständnis für die geplanten umfangreichen Änderungen im Netzwerk der Kryptowährung Bitcoin. Normale Nutzer sind von all dem zunächst nicht betroffen; Bitcoin.org empfiehlt aber, länger als gewöhnlich zu warten, bis man Bitcoinzahlungen als final annimmt (30 Bestätigungen).

Dass BIP 91 überhaupt umgesetzt wurde, kann schon als Erfolg verbucht werden, denn etwa 90 Prozent der Miner akzeptierten diesen wichtigen Schritt. Dahinter steht ein umfassendes Upgrade namens Segwit2x, das den Streit über die Größe der Datenblöcke der Bitcoin-Blockchain lösen soll, der die Community seit längerem entzweit. Bislang ist die Blockgröße auf 1 MByte begrenzt, was immer mehr zu Kapazitätsengpässen bei der Verarbeitung von Transaktionen führt – und zugleich auch die Transaktionsgebühren in die Höhe treibt, die Nutzer als Anreiz für schnellere Verarbeitung an Miner leisten.

Segwit2x soll dabei sowohl die Änderung Segregated Witness (Segwit) enthalten als auch für eine Erhöhung der Blockgröße auf 2 MByte sorgen. Sowohl Segwit als auch reine Blockgrößen-Erhöhungen waren bislang Gegenstand separater Vorschläge für Protokolländerungen. Hinter denen formierten sich widerstreitende Lager der Community, die aber letztlich keine Mehrheit auf ihre Seite ziehen konnten.

Segwit wurde ursprünglich als Lösung für ein Sicherheitsproblem vorgestellt, die sogenannte Transaction Malleability. Es verändert nicht den Blockgrößen-Parameter an sich, aber die Art, wie die Signaturen von Transaktionen gespeichert werden – was so zusätzliche Kapazitäten freisetzen soll. Dies ist bislang die Skalierungslösung, die die Entwickler des wichtigen Referenz-Clients Core favorisieren. Die professionell organisierten Miner, insbesondere aus China, verweigerten sich aber diesem Vorschlag. Er hätte nämlich auch die Grundlage für Bezahlkanäle außerhalb der Bitcoin-Blockchain gelegt (Lightning Networks). Deren Etablierung könnte für die Miner letztlich Einbußen an Transaktionsgebühren bedeuten.

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