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Bluetooth 2.1+EDR verspricht simple Geräte-Kopplung

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Die jüngst von der Bluetooth Special Interest Group (SIG) verabschiedete Bluetooth-Spezifikation 2.1+EDR (Enhanced Data Rate) soll die drahtlose Kopplung im Nahbereich von Geräten wie Handys, Headsets oder Druckern wesentlich vereinfachen.

Erfahrungsgemäß kann die Kopplung von Bluetooth-Geräten früherer Standards zur Geduldsprobe werden: Es ist keineswegs sicher, dass sich das Bluetooth-Handy des Herstellers A mit dem Headset des Herstellers B versteht – einen Überblick über den Standard und kompatible Geräte kann man sich in der Bluetooth- Datenbank von heise online verschaffen.

Die neue Spec 2.1+EDR greift nunmehr auf einen weiteren bekannten Nahfunkstandard, die Near Field Communication (NFC) zurück. Die Entwicklungen des NFC-Forums werden heute bereits zum bargeldlosen Bezahlen von Fahrscheinen, zum Beispiel im Rhein-Main-Gebiet, eingesetzt.

Der Bluetooth SIG zufolge genügt es, ein NFC-fähiges Bluetooth-2.1+EDR-Gerät kurz in die unmittelbare Nähe einer geeigneten Gegenstelle zu halten, um sie zu koppeln – aufwändige Anmeldeprozeduren und die Eingabe von Sicherheitscodes sollen so überflüssig werden. Anwendungsbeispiele sind die Kopplung eines Handys mit einem Headset oder der Versand von Digitalfotos zu einem elektronischen Bilderrahmen. In einem auf Gearlive.com verfügbaren Video (Dauer: rund 9 Minuten) demonstriert ein Mitglied der Bluetoth SIG entsprechende Prototypen.

Weitere Vorteile von Bluetooth 2.1+EDR sind der SIG zufolge eine verbesserte Verschlüsselung und Maßnahmen gegen das unerwünschte Mithören von Bluetooth-Funk durch Dritte. Auch der Stromverbrauch der Geräte soll bis um den Faktor Fünf geriger ausfallen als bei Bluetooth-Geräten vorhergehender Versionen. Die vollständige Spezifikation 2.1+EDR ist als 1420 Seiten umfassendes PDF (ZIP-Datei, 8,5 MByte) auf der Bluetooth-Webiste verfügbar. (ssu)