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Bluetooth-Router vernetzen Lautsprecher, Lampen und andere IoT-Geräte

Cassia Networks zeigt in Las Vegas Bluetooth-Router für den privaten und den professionellen Einsatz, die die Grenzen der einzelnen IoT-Geräte sprengen sollen.

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(Bild: heise online / Nico Jurran)

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So praktisch das Funkprotokoll Bluetooth auch ist, so schnell stößt man in der Praxis auch an seine Grenzen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Geräte, die Bluetooth nutzen, auf eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung ausgerichtet sind.

Diese Grenzen will das in Kalifornien und China beheimatete Unternehmen Cassia Networks mit drei sogenannten Bluetooth-Routern einreißen. Konkret angeboten wird für rund 150 US-Dollar bereits der auf Privatanwender ausgerichtete "Cassia Hub", für den professionellen Bereich sollen der 300 Euro teure X1000 als Modell für den Indoor- und Outdoor-Bereich sowie die reine Indoor-Variante S1000/S1100 für 100 US-Dollar folgen.

Alle drei Geräte sind praktisch Vermittler zwischen dem Handy des Nutzers und einer Reihe von einzeln angebundenen Blueooth-Geräten. Was dies in der Praxis bedeutet, lässt sich am einfachsten mit tragbaren Bluetooth-Lautsprechern erklären: Davon kann man zwar mehrere direkt mit seinem Smartphone verbinden, allerdings üblicherweise nur über ein Modell zurzeit Musik abspielen. Nutzt man den Router, verbindet man diesen zum einem mit dem Handy und zum anderen mit den Lautsprechern. Schickt man nun per Bluetooth Musik an den Router, wird diese an alle angeschlossenen Lautsprecher gleichzeitig verteilt. Bei einer Demonstration funktionierte das tadellos.

Auf diese Weise lassen sich beispielsweise auch Lampen regeln. Hat man mehrere Bluetooth-Geräte in verschiedenen Zimmern, lassen sich über eine zum Router gehörende App Gruppen bilden und diese getrennt voneinander ansteuern.

Im professionellem Umfeld sollen sich die Router beispielsweise nutzen lassen, um mit Bluetooth-Trackern ausgestattete Senioren in allen Räumen eines Altersheims zu tracken oder die Sensordaten von kompletten Mannschaften auszuwerten. Laut Cassia sind die Geräte bereits für Bluetooth 5 vorbereitet und sollen die neue Version des Protokolls nach einem Firmware-Update unterstützen, das in den nächsten sechs Monaten erhältlich sein wird.

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(nij)